Waffe im Notdienst – Apothekerin wurde bedrängt

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Berlin - Kurz vor Weihnachten sorgte eine Apotheke im bayerischen Prien für Schlagzeilen: Zwei Kunden beschuldigten die Apothekerin, sie im Notdienst mit einer Schusswaffe bedroht zu haben. Doch nach den Ermittlungen der Polizei stellt sich die Situation anders dar: Demnach hat die Pharmazeutin in einer Bedrohungssituation aus Besorgnis um ihre eigene Sicherheit zur Waffe gegriffen.

Am 17. Dezember hatte die Apothekerin gegen 13.45 Uhr zwei Kunden mit einer Schreckschusspistole bedroht. Ursprünglich hieß es, das Paar aus einer Nachbargemeinde habe während des Notdienstes Medikamente verlangt, die aus Sicht der Apothekerin kein dringender Bedarf gewesen seien. Nach Angaben der Polizei war die Situation in der Apotheke zunächst völlig unklar.

Wie sich jetzt herausstellte, wurde die Pharmazeutin massiv bedrängt. Nach den Ermittlungen der Priener Polizei hatte das Handeln des Pärchens einen betäubungsmittelrechtlichen Hintergrund: Sie versuchten, an Spritzen zu gelangen, welche die Apotheke jedoch nicht vorrätig hatte. Demzufolge wurden die beiden Kunden von der alleine in den Geschäftsräumen anwesenden Apothekerin nicht eingelassen.

Wenig später verschafften sich beide dann doch Mithilfe einer unwissenden dritten Person Zutritt zur Apotheke, bedrängten die Apothekerin und forderten sie massiv und lauthals zur Herausgabe der Spritzen auf. Auch der mehrmaligen Aufforderung der Apothekerin, die Räumlichkeiten sofort zu verlassen, kamen die beiden laut Polizei nicht nach. Die Apothekerin wusste sich schließlich nicht mehr anders zu helfen und zog die Schreckschusswaffe. Der 25-jährige männliche Kunde befindet sich mittlerweile wegen anderer Verfehlungen in Maßregelvollzug.

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