Apothekerkammer: Versorgung nicht nur über Notdienstklappe

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Berlin - Trotz der steigenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus sollen die Menschen grundsätzlich weiter in geöffneten Apotheken versorgt werden – während der Öffnungszeiten. Derzeit empfehle man nicht, die Bevölkerung nur noch über die Notdienstklappe zu versorgen, sagte Niedersachsen Kammerpräsidentin Cathrin Burs am Mittwoch.

Burs erklärte, die Apothekenleitung habe „unter Abwägung zum Schutz der Mitarbeiter und der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung“ eine individuelle Risikobewertung vorzunehmen.

Zuvor hatte die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, dass die Apotheke Godshorn zum Eigenschutz ihres Teams seit Dienstag nur noch die Notdienstklappe öffne. Ähnlich bereiteten sich auch andere Apotheken vor.

Mit ihrer Maßnahme ist die Apotheke in Langenhagen bisher allerdings allein. Die restlichen elf Apotheken in der 50.000 Einwohner-Stadt bei Hannover leisten normal ihren Dienst. Eine örtliche Apothekerin zeigt wenig Verständnis für die Maßnahme: „Wir haben ja einen entsprechenden Notfallplan und es gibt hier in der Region ja auch keinen bekannten Fall. Warum sie sich da veranlasst fühlt, das zu machen, weiß ich nicht.“ Sie halte den Schritt für verfrüht. „Unser Auftrag ist ja, die Bevölkerung mit Arzneimitteln zu versorgen und zu beraten und der Dienst durch die Notdienstklappe beeinträchtigt das.“

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