Apothekerin kauft Geld bei der Eisdiele

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Die Insel wird aber nicht bargeldfrei: Einzahlungen jeglicher Münzen seien weiterhin für jedermann und jeden Händler möglich, so Schadewald. „Und da wir pro Jahr etwas mehr Kleingeld von der Insel abholen als wir anliefern, scheint es ein mehr oder weniger geschlossener Kreislauf zu sein, den wir jetzt durchbrechen wollen.“ Deshalb sei es besser, das „Kleinstgeld“ bleibe auf der Insel im Umlauf.

Die Entscheidung der Bank kann Ademes teilweise verstehen. Der Transport sei teuer, sagt sie. Und immerhin sei das Institut die einzig verbliebene Bank auf der Insel. Darauf verweist auch Schadewald. Die Apothekerin ist zuversichtlich: „Wir haben hier auf der Insel den Bonus, dass die Leute mehr Zeit haben.“

Ademes führt die Insel-Apotheke seit sieben Jahren. „Mir gefällt es hier sehr gut. Wir haben den Luxus, autofrei zu leben.“ Zum Strand sind es nur drei Minuten Fußweg. Eine Insulanerin ist sie nicht. Sie stammt aus dem Rheinland und war vor ihrem Umzug auf Wangerooge im Ruhrgebiet tätig. Auf der Insel sei der Menschenschlag sehr aufgeschlossen und sie sei als Apothekerin gut aufgenommen worden. „Das hat natürlich auch daran gelegen, dass man gebraucht wird“, räumt sie ein.

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