Zu kleinlich mit dem Kleingeld

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Berlin -

Apotheker zahlen für alles: für die Entsorgung alter Arzneimittel ihrer Kunden, für das Benzin ihrer Lieferanten und neuerdings immer öfter auch für Geld. Denn viele Banken kassieren mittlerweile eine Gebühr für Münzrollen. Naturgemäß sind die Apotheker wenig begeistert.

Ein Drittel der Teilnehmer einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC findet Bankgebühren für Münzgeld-Rollen „absolut unverschämt“, das Wechseln von Scheinen in Münzen sei schließlich Aufgabe der Banken. Exakt die Hälfte der Teilnehmer findet, dass die Banken wenigstens bei den eigenen Kunden nicht kleinlich mit dem Kleingeld sein sollten. Wer ein Konto hat, müsse auch umsonst Geld in Rollen abheben können.

Nur jeweils eine kleine Minderheit zeigt sich bereit, für den Service zu zahlen. Die Gebühren seien bitter aber gerecht, schließlich hätten die Banken auch Kosten. 2 Prozent würden höchstens eine Pauschale für die Dienstleistung akzeptieren, lehnen den Preis pro Rolle aber ab.

Zum Jahreswechsel haben erneut mehrere Banken die Gebühr eingeführt, überall wird sie jedoch nicht verlangt. 12 Prozent gaben an, bei ihrer Bank sei der Service nach wie vor kostenlos. So nimmt etwa die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) kein Geld für Münzrollen.

An der Umfrage nahmen am 6. und 7. Januar insgesamt 284 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

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