Apothekenplattform: Amazon als Preisvorbild | APOTHEKE ADHOC
Fabian Kaske bei VISION.A

Apothekenplattform: Amazon als Preisvorbild

, Uhr
Berlin -

Die Verzögerung bei der Einführung des E-Rezepts trifft die Versandapotheken. Umsätze haben sich verschoben und Profiteur ist Amazon. Das ist die Einschätzung von Fabian Kaske bei der Zukunftskonferenz VISION.A powered by APOTHEKE ADHOC. Wenn Apothekenplattformen mithalten wollten, müssten sich die Vor-Ort-Apotheken an das Preisniveau des US-Konzerns anpassen.

Die Versender haben auf das E-Rezept gesetzt – und ihre Kampagnen zu früh gefahren. Jetzt müssten sie sparen, sagt Kaske. „Die digitalen Player sind angeschlagen, haben Schnupfen.“ Die Zur Rose-Gruppe etwa habe die Investitionen im Bereich Suchmaschinenwerbung deutlich zurückgefahren – um 57 Prozent sanken die Ausgaben im Sommer in diesem Bereich.

Shop Apotheke mit größter Reichweite

Dadurch habe sich die Spitze der Reichweiten-stärksten Anbieter verschoben. Shop Apotheke habe die Spitze übernommen. Seit dem Frühjahr erreiche der niederländische Konzern mehr Besucher als alle Shops von Zur Rose zusammen. Diese Entwicklung gehen auch die Hersteller mit ihren Werbegeldern mit, wie Kaske weiter erklärt. Ein Viertel aller Werbedruck-Marktanteile fällt auf Shop Apotheke, dahinter rangieren DocMorris und Medikamente-per-Klick.

Geht es um den Preis, fahren die Online-Anbieter Kaske zufolge verschiedene Kategorien. Über Preissuchmaschinen seien die Produkte oft günstiger zu haben. Dies sei besonders bei Disapo, Medikamente-per-Klick oder Mycare ausgeprägt. Diese hohen Rabatte sind bei Plattformen von Vor-Ort-Apotheken kaum zu sehen. Gesund.de habe schon erste Experimente auf Preisvergleichsportalen durchgeführt, IhreApotheken.de rabattiere nicht.

Tipps für Vor-Ort-Apotheken

Kaske weist darauf hin, dass die Produkte bei den Vor-Ort-Plattformen aus Endverbrauchersicht nicht günstig genug seien. „Sie werden nicht signifikant Umsätze erzielen können, ohne den Preis wenigstens auf das Amazon-Niveau zu senken.“ Der US-Konzern gewährt ihm zufolge etwa 25 Prozent auf Topseller. Unterschiedliche Preise zwischen vor Ort und Online seien die Verbraucher:innen mittlerweile gewohnt.

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