AOK Plus unkompliziert: Dauerzahlung an Apotheken

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Aufgrund der gestiegenen Preise für Pflegehilfsmittel wurde die monatliche Pauschale rückwirkend zum 1. April und bis zum 30. September von 40 auf 60 Euro erhöht. „Einen Automatismus zur Erhöhung der Pauschale aufgrund der vorübergehenden gesetzlichen Erhöhung gibt es nicht“, so eine Sprecherin. Wer die erhöhte Pauschale erhalten will, muss nachweisen, dass in einem Monat mindestens 60 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ausgegeben wurden.

Eine Lösung gibt es auch für Versicherte mit dauerhaft erhöhtem Bedarf. „Hat der Versicherte einen dauerhaft höheren Bedarf an zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln und kann der Versicherte über einen längeren Zeitraum von mindestens drei Monaten seinen Bedarf mit höheren Ausgaben als den Höchstbetrag belegen, erhält dieser den Betrag zukünftig regelmäßig auch ohne das erneute Vorlegen von Kaufbelegen“, so eine Sprecherin. „Die Pflegebedürftigen sollen die benötigten Leistungen in der oft sowieso schwierigen Pflegesituation möglichst unbürokratisch erhalten.“

Der Hessische Apothekerverband (HAV) rät den Apotheken, vorübergehend gegenüber den Pflegekassen auch Preise oberhalb der aktuellen Vertragspreise abzurechnen oder abweichend von den Mengenangaben im Vertrag kleine Mengen zu den Vertragspreisen abzugeben, sofern die tatsächlichen Preise die Vertragspreise übersteigen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) empfehle eine „angemessene freie Kalkulation mit marktüblichen Aufschlagssätzen“.

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