Heilpflanzenporträt

Faulbaumrinde: Natürliches Abführmittel mit Risiken Cynthia Möthrath, 12.06.2018 12:34 Uhr

Auch mit vielen Medikamenten kann es gravierende Wechselwirkungen geben. Durch den Elektrolytverlust, vor allem den Verlust von Kalium, kommt es zur verstärkten Wirkung von Antiarrhythmika und Herzglykosiden. Auch bei zeitgleicher Einnahme von Diuretika ist eine verstärkte Hypokaliämie möglich. Ebenso darf Faulbaumrinde nicht bei gleichzeitiger Kortisonbehandlung eingenommen werden.

Faulbaumrinde darf unter keinen Umständen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Darmverschluss sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Außerdem ist sie bei Kindern unter zwölf Jahren kontraindiziert.

Die Rinde kann entweder in Form von Fertigarzneimitteln wie beispielsweise Legapas (Pascoe) angewendet werden, oder als Aufguss. Mit einem Wirkeintritt kann nach etwa acht bis zwölf Stunden gerechnet werden. Für den Aufguss sollte etwa ein Teelöffel getrocknete Rinde mit 250 Millilitern kaltem Wasser übergossen werden und für zwölf Stunden ziehen gelassen werden. Vor dem Verzehr kann der Auszug dann leicht angewärmt werden und mit spasmolytischen Drogen wie Kümmel, Anis oder Kamille kombiniert werden, um eventuellen Nebenwirkungen entgegenzuwirken.

Vor der Einnahme von Faulbaumrinde, Aloe und Sennes müssen also unbedingt einige Rahmenbedingungen abgeklärt werden, denn bei vielen Kunden herrscht immer noch die Annahme, das natürliche Mittel die schwächeren sind, was bei den Abführmitteln der gegenteilige Fall ist.

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