Infektionskrankheiten

Welt-Aids-Tag: Bayern startet HIV-Testwoche dpa, 22.11.2019 16:26 Uhr

Berlin - Im Kampf gegen Aids wirbt die Staatsregierung wieder dafür, einen HIV-Test zu machen. Die Bayerische HIV-Testwoche startet am Montag und endet am 1. Dezember, dem Weltaidstag.

Jedes Jahr erfahren etwa 340 Männer und Frauen in Bayern, dass sie HIV-positiv sind. Sie haben sich mit jenem Virus angesteckt, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann. Einer Schätzung des Robert Koch-Instituts zufolge haben sich 2018 in Bayern rund 290 Menschen neu mit dem HI-Virus angesteckt, 35 weniger als im Vorjahr. „Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist in Bayern zwar gegenüber dem Vorjahr erneut etwas zurückgegangen, die Gesamtzahl der Menschen, die mit HIV leben, steigt aber weiterhin an“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dazu. Daher gebe es im Kampf gegen Aids keinen Grund zur Entwarnung. „Ein konsequenter Schutz vor einer Ansteckung ist auch weiterhin notwendig.“

Rund 1300 Menschen in Bayern sind nach Schätzung von Experten mit dem HI-Virus infiziert, wissen aber nichts davon. Das Robert Koch-Institut geht nach kürzlich veröffentlichten Zahlen davon aus, dass insgesamt 10.900 bis 12.700 HIV-Patienten im Freistaat leben. Neu angesteckt mit jenem Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann, haben sich demnach im vergangenen Jahr etwa 290 Menschen – 35 weniger als ein Jahr zuvor.

Rund 30 Prozent der Menschen, die das HI-Virus in sich tragen, erführen erst spät oder durch die Aids-Diagnose von der Infektion. Dann seien die Behandlungsaussichten weniger günstig, sagte Huml. „Deshalb setzt sich das bayerische Gesundheitsministerium mit Nachdruck dafür ein, die Ausbreitung von HIV einzudämmen.“ Dafür seien im aktuellen Haushalt rund 3,7 Millionen Euro bereitgestellt.

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