Apotheken-EDV

Kammer-Umfrage: Das denken die Kollegen über Securpharm APOTHEKE ADHOC, 19.09.2019 17:50 Uhr

Berlin - Ein halbes Jahr ist Securpharm jetzt scharfgestellt: Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen, dachte sich die Apothekerkammer Berlin. Nun hat die Kammer die ersten Zwischenergebnisse veröffentlicht und die zeigen: Die Apotheker der Hauptstadt sind keine Securpharm-Fans. Einen positiven Aspekt hat das System aber.

Die Umfrage „hat offenbar einen Nerv getroffen“, schreibt die Kammer, und tatsächlich lassen die Zahlen wenig Interpretationsspielraum: 31 Prozent der Befragten ziehen das Gesamtfazit, dass Securpharm ihren Arbeitsalltag in der Apotheke massiv negativ beeinflusst hat, 44 Prozent konstatieren eine leichte Verschlechterung. Drei Viertel der Apotheker in der Hauptstadt sind also schlecht auf Securpharm zu sprechen. Das andere Viertel reißt das nicht wieder raus, denn 23 Prozent gaben an, dass sie keine oder nur geringe Veränderungen wahrnehmen. Nur 2 Prozent der Befragten gaben an, dass Securpharm eine Verbesserung darstellt.

215 Apotheker hat die Kammer befragt, von denen 202 in öffentlichen Apotheken arbeiten und neun in Krankenhausapotheken. Die übrigen drei haben keine Angaben gemacht. Mit 49 Prozent sind knapp die Hälfte der Befragten Angestellte. 43 Prozent sind Inhaber und 8 Prozent Filialleiter.

Mit 87 Prozent gaben fast alle von ihnen an, dass sich ihr Arbeitsablauf seit der Einführung im Februar verlangsamt hat. Laut Kammer haben viele der Teilnehmer die Umfrage auch genutzt, um detailliert zu beschreiben, wo es noch hakt und welche Vorschläge sie zur Prozessoptimierung haben. Diese Anregungen wertet die Kammer nach eigenen Angaben gerade aus. Immerhin: eine konkrete Verbesserung hat Securpharm der Befragung zufolge mit sich gebracht: 80 Prozent der Befragten nutzen das Verfalldatum aus dem Code für die Lagerhaltung und sparen sich damit die Zeit der manuellen Eingabe.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Kooperationen

MVDA und Phoenix raufen sich zusammen»

Ärzte vs. Bewertungsplattform

Jameda muss zwei Profile löschen»

Online-Auktionshaus

Ebay-Händler bietet sechs Apotheken-Domains»
Politik

Pro Generika

Generikachefs erklären Lieferengpässe»

Digitalisierung

eRezept: DAV-App kostet eine Million Euro»

Zustimmung im Bundestag

PTA-Reform: Jetzt ist der Bundesrat am Zug»
Internationales

Reform des Heilmittelgesetzes

Schweiz: Apotheker können Rx ohne Rezept abgeben»

Zweite Apotheke in Eugendorf

Selbstständig – nach 25 Berufsjahren»

Rx-Switch

Schweden: Diclofenac nur noch auf Rezept»
Pharmazie

Klinische Prüfung

Studien: Eine Million Probanden, keine Zwischenfälle»

Proliferative diabetische Retinopathie

Lucentis: Zulassung erweitert»

Schmerzmittel

Diclofenac: Jeder zehnte Fall kontraindiziert»
Panorama

Falsche Adresse im Gewerbegebiet

Apotheker verfolgen illegalen Versender»

US-Behörde meldet

35.000 Tote pro Jahr durch antibiotikaresistente Keime»

Hal Allergy

Mysteriös: Faxe verschwinden im Nirwana»
Apothekenpraxis

Lieferengpässe

Nach 24 Stunden: Apotheken dürfen Rabattvertrag ignorieren»

Umfassende Ausbildungsreform

Pharmaziestudium: ABDA will MC abschaffen»

Wangerooge

Apothekerin kauft Geld bei der Eisdiele»
PTA Live

LABOR-Download

Checkliste: Arzneimittel-Missbrauch»

Münster

PTA-Schule: Umzug und Verkaufsgespräche»

PTA-Reform

2,5 Jahre: Union lehnt längere Ausbildungszeit ab»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenporträt

Echinacea: Die Erkältungspflanze»

Erkältungsbalsam

Frei Atmen dank ätherischer Öle»

Nasennebenhöhlenentzündung

Chronische Sinusitis: Schleichende Infektion»
Magen-Darm & Co.

Darmerkrankungen

Divertikel: Darmausstülpungen mit Risiken»

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm»

Heilpflanzenporträt

Sennesfrüchte: Natürlich abführen mit Einschränkungen»
Kinderwunsch & Stillzeit

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»