In Neubrandenburg sucht die Polizei nach dem Täter oder den Tätern eines Apothekeneinbruchs. Das Ziel war offenbar das gelagerte Medizinalcannabis. Die Beamten suchen auch nach Zeugen des Vorfalls.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben sich demnach mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet, nachdem sie auffällige Geräusche in der Neubrandenburger Innenstadt gehört hatten. Erst später stellte sich laut Polizeiangaben heraus, dass diese vom Einbruch in die Marien-Apotheke herrührten.
Inhaber Erik Schumacher vertreibt über die Internetseite „Ostee-Cannabis“ verschiedene Produkte. Momentan ist der Verkauf jedoch gestoppt: „Aufgrund betriebsinterner Gründe können wir derzeit leider keine Bestellungen annehmen“, heißt es. „Wir arbeiten daran, den regulären Betrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen.“
Am Tatort angekommen, konnte die Polizei nur noch erste Spuren sichern. Zudem wurde im Umfeld nach den flüchtigen Tätern gesucht. Hinweise führten zu einem schwarzen VW Golf mit einem zuvor gestohlenen Kennzeichen, woraufhin mehrere Fahrzeugführer im Umkreis und an der Autobahnzufahrt kontrolliert wurden. Die Tatverdächtigen konnten jedoch nicht mehr gefunden.
Den Sachschaden durch den Einbruch beziffert die Polizei auf geschätzte 500 Euro, konnte jedoch zunächst keine Angaben zum Wert der gestohlenen Ware machen.
Laut Nordkurier wurde das Schaufenster der Apotheke eingeschlagen – mit einem Gullydeckel, der sogar wieder mitgenommen worden ist. Damit kamen der oder die Täter ins Labor, wo das Medizinalcannabis gestohlen wurde. Mehr wurde dem Bericht zufolge nicht gestohlen. Schumacher habe seine Apotheke am Donnerstag trotzdem normal geöffnet, da die Offizin unbeschadet blieb. Er selbst sei in der Tatnacht von der Polizei aus dem Bett geklingelt worden und machte sich am Vormittag an die Aufräumarbeiten.
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