In immer mehr Apotheken wird medizinisches Cannabis gelagert. Auch Kriminelle haben deshalb die Warenbestände im Visier. In Hamburg soll der Dieb im eigenen Team gewesen sein. Einem angehenden PKA wird vorgeworfen, in seinem Ausbildungsbetrieb Cannabis gestohlen und weiterverkauft zu haben.
In Hamburg steht der Mann wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Diebstahl vor dem Amtsgericht. Er soll als Auszubildender einer Apotheke in St. Pauli einen Beutel Cannabis gestohlen haben. Konkret handelt es sich laut Gerichtsangaben um 19,86 Gramm. Die Beute stamme aus einem Lagerraum der Apotheke.
Ihm wird zudem vorgeworfen, das Diebesgut ohne entsprechendes Rezept weiterverkauft zu haben. Für den Beutel soll er 160 Euro gefordert haben. Der Käufer war als Zeuge vor Gericht geladen.
Der Angeklagte habe über keine behördliche Erlaubnis für den Umgang mit medizinischem Cannabis verfügt, so das Gericht. Zudem sei er nicht berechtigt gewesen, über die Ware aus der Apotheke „zu verfügen“.
Die Anklage gehe davon aus, dass sich der Angeklagte durch den Verkauf von Cannabis aus der Apotheke eine dauerhafte Einnahmequelle verschaffen wollte.
Am Montag wurde in dem Verfahren kein Urteil gesprochen. Es sind weitere Termine anberaumt, da am ersten Verhandlungstag ein Zeuge nicht erschienen ist, sagt ein Gerichtssprecher. Zudem solle ein weiterer Polizeibeamter vernommen werden.