Medikationsfehler

Fünf Tipps gegen Anwendungsfehler APOTHEKE ADHOC, 14.09.2017 13:53 Uhr

Berlin - Nicht nur Verwechslungen von Arzneimitteln können zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, sondern auch Anwendungsfehler der angezeigten Medikamente. Die Folge können falsche Dosierungen, eine Verstärkung der Nebenwirkungen oder gar Therapieversagen sein. Fünf Tipps zum Umgang mit Augentropfen, Tabletten, Inhalatoren & Co.

Tipp eins: Augentropfen. Die Anwendung von Augentropfen fällt nicht jedem leicht. Manchmal geht ein Tropfen daneben oder die Patienten können die kleinen Fläschchen nicht richtig halten und entsprechend gut dosieren. Die Apotheke ist gefragt, wichtige Hinweise und Tipps zur Anwendung zu geben. Der allgemeine Ablauf könnte wie folgt sein: Die Patienten sollten sich nach dem Händewaschen hinsetzen und die Augentropfen in der Hand oder der Hosentasche auf Körpertemperatur bringen. Anschließend den Kopf zurücklehnen, das untere Lid vorsichtig zurückziehen und einen Tropfen in das Auge fallen lassen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Spitze der Augentropfenflasche nicht mit dem Auge in Berührung kommt um eine Kontamination zu vermeiden. Ist der Tropfen im Auge, sollte dieses für etwa eine Minute geschlossen aber nicht zugekniffen werden und der Tränenkanal vorsichtig abgedrückt werden. Die Flüssigkeit bleibt so länger im Auge und wird nicht gleich durch den Tränenkanal abtransportiert. Zudem sollte das geschlossene Auge bewegt werden, um eine ganzheitliche Benetzung zu gewährleisten.

Gelangt mehr als der vorgeschriebene eine Tropfen in das Auge, kann bei einigen Arzneistoffen die Gefahr der Nebenwirkungen zunehmen. Glaukompatienten träufeln beispielsweise nicht-selektive Betablocker wie Timolol. Der Wirkstoff hemmt sowohl die Beta-1-Rezeptoren, die sich vorwiegend am Herzmuskel befinden, als auch die Beta-2-Rezeptoren, die beispielsweise auf der Muskelschicht der Lunge lokalisiert sind. Werden mehrere Tropfen in das Auge eingebracht, kann mehr Arzneistoff durch den Tränenkanal abtransportiert werden und systemisch wirken sowie Nebenwirkungen wie Verengung der Bronchien, verlangsamte Herzfrequenz und Pulsschlag und Blutdrucksenkung.

Werden verschiedene Augentropfen angewendet, sollte zwischen den einzelnen Präparaten ein Tropfabstand von mindestens 15 Minuten eingehalten werden. Zudem wird Kontaktlinsenträgern empfohlen die Linsen vor der Anwendung der Produkte zu entfernen. Wer das Auge „nicht trifft“ kann Applikationshilfen zur Anwendung von Augentropfen verwenden. Augentropfen sind nur begrenzt haltbar. Patienten sollten sich an die Aufbrauchfristen halten, da sonst Entzündungen durch verunreinigte Flüssigkeiten die Folge sein könn

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