Anja Alchemilla

Wenn das Weihnachtsgeld wegfällt Anja Alchemilla, 25.11.2018 08:04 Uhr

Berlin - Alle Jahre wieder kommt das Weihnachtsgeld und füllt kurzzeitig die private Kasse auf. Die Angestellten freuen sich schon Wochen im voraus darauf, die Arbeitgeber klagen noch Wochen danach darüber. Doch was ist, wenn es einmal ausfällt – oder gezahlt wird und wieder abgegeben werden muss?

Anja Alchemilla freut sich schon auf das Monatsende. Mit dem Weihnachtsgeld kann sie sich endlich ein paar kleinere Wünsche erfüllen und die Geschenke für den 24. Dezember besorgen. In der Pause surft sie im Netz und sucht nach ein paar schönen Mitbringseln für ihre Nichten und Neffen. PTA Sonja gibt ihr Tipps, PKA Aische sitzt daneben und schaut dabei betreten auf den Monitor. „Gut, dass wir diesen Monat das volle Weihnachtsgeld bekommen. In der Nachbarapotheke gibt es nur die Hälfte, habe ich gehört. Der Chef dort sagt, das er es sich nicht mehr leisten kann, sonst müsse er schließen.“

Die Empörung ist groß: „Schließen? Da soll er mal besser damit aufhören, seine OTC-Produkte zum halben Preis anzubieten. Das ist wohl eher ein Grund für seine Schieflage.“ Sonja blickt die Filialleiterin an: „Aber davon mal abgesehen – darf er das so einfach machen?“ Die Lage hänge vom Arbeitsvertrag ab, sagt Anja. „Sind die Angestellten Mitglied bei einer Tariforganisation und er auch, dann ist er zum 13. Monatsgehalt verpflichtet. Er darf das Geld aber kürzen, wenn er es finanziell nicht stemmen kann. Das müsste er aber tatsächlich auch belegen können.“

Die Kolleginnen sind erleichtert, dass sie nicht betroffen sind: „Wie gesagt – gut, dass wir hier so gut versorgt sind! Ich weiß noch, als ich während der Schulzeit auf 450-Euro-Basis in einer Apotheke gearbeitet habe. Ich hatte mich so darauf gefreut – nur um dann im November zu hören, dass Minijobbern kein Weihnachtsgeld zusteht. Dabei hätte ich das damals echt gut gebrauchen können.“ Anja schüttelt den Kopf. „Das ist so nicht richtig! Es gilt immer noch der Gleichbehandlungs-Grundsatz. Wenn andere ähnlich qualifizierte Mitarbeiter eine Sonderzahlung erhalten, dann hättest du sie auch bekommen müssen. Vielleicht ging es ja nur nicht, weil du dann das jährliche Maximum von 5400 Euro überschritten hättest. Dann wäre es kein Minijob mehr gewesen.“

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