Prämien

Weihnachtsgeld im November APOTHEKE ADHOC, 07.11.2017 14:39 Uhr

Berlin - Warten auf die Sonderzahlung: Der Countdown bis Weihnachten läuft. Langsam stellt sich die Frage nach dem Geschenk für die Liebsten. Im gleichen Atemzug kommt die Frage nach dem Budget dazu. Gibt es in diesem Jahr eine Sonderzahlung vom Chef? Wer hat Anspruch auf einen warmen Geldregen zu Weihnachten?

Der Bundesrahmentarifvertrag hat in § 18 Sonderzahlungen festgelegt. Verbindlich ist die Regelung jedoch nur für Adexa-Mitglieder und für Arbeitgeber, die dem Arbeitgeberverband beigetreten sind. Anspruch auf eine Sonderzahlung in Höhe von 100 Prozent des tariflichen Monatsgehalts haben Mitarbeiter, die länger als sechs Monate in der Apotheke angestellt sind. Bei Änderungen im Gehalt zum Beispiel nach Ende der Probezeit, wird der Jahresdurchschnitt für die Berechnung der Sonderzahlung herangezogen. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Jahresprämien können auf die Sonderzahlung angerechnet werden. Wann die Zahlung erfolgt, ist dem Arbeitgeber überlassen. Spätestens sollte der Betrag jedoch mit dem Novembergehalt auf dem Konto sein. Die Summe kann aber auch gesplittet werden.

Wie hoch die Zahlung ist, hängt nicht nur vom Gehalt, sondern auch von der Betriebszugehörigkeit ab. Wer im Jahr der Zahlung, von Beginn an in der Apotheke angestellt ist, bekommt den vollen Betrag. Alle andere haben Anspruch auf ein Zwölftel des Gesamtbetrages für jeden vollendeten Beschäftigungsmonat.

Seit 2005 sind Apothekeninhaber berechtigt, die Zahlung um bis zu 50 Prozent zu kürzen. Dies ist zulässig, wenn aus wirtschaftlichen Gründen eine Notwendigkeit besteht. Die Mitarbeiter müssen jedoch von der Kürzung mit einer Frist von vier Wochen vor Fälligkeit informiert werden. Das Steuerbüro muss in diesem Fall entsprechende Zahlen zu Grunde legen. Scheidet ein Mitarbeiter betriebsbedingt binnen sechs Monaten nach der Zahlung der Gratifikation aus der Apotheke aus, muss die Sonderzahlung in voller Höhe nachgezahlt werd

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte