Weiterbildung

Andrang auf BWL-Studium für PTA

, Uhr
Berlin -

In den vergangenen vier Jahren ist die Nachfrage nach dem Weiterbildungsstudium zum Pharmazie-Ökonom für PTA gestiegen. 2015 und 2013 habe es bereits Wartelisten gegeben, sagt Studienbetreuer Thomas Oelsner von der Fachhochschule (FH) Schmalkalden in Thüringen. Auch in diesem Jahr sei das Interesse groß.

Die FH bietet das zweisemestrige Studium seit 2007 an. Jährlich werden maximal 28 Studenten aufgenommen. Insgesamt seien bisher rund 180 Pharmazie-Ökonomen ausgebildet worden, die aktuellen Absolventen inklusive. Der Großteil sei mit bis zu 98 Prozent weiblich. Pro Jahrgang seien höchstens drei Männer dabei, so Oelsner.

Die Weiterbildung kann berufsbegleitend absolviert werden. Die mehrtägigen Präsenzphasen finden in Schmalkalden statt. Währenddessen werden die Prüfungen abgehalten. Für den Studiengang werden Kosten in Höhe von 1950 Euro pro Semester fällig. Interessierte müssen sich bis Ende Juli einschreiben.

Das Angebot richtet sich vor allem an PTA und Pharmazieingenieure, wobei 99 Prozent der Studenten PTA seien. Vermittelt werden die Bereiche Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation, EDV und Informationsmanagement, Marketing und Vertrieb, Gesundheitsökonomie, Recht und Normensystem in der Pharmazie sowie Beschaffung und Warenwirtschaft.

Auch sogenannte Soft Skills wie Selbstmanagement, Gesprächsführung und Moderation sowie typgerechte Kommunikationsmodelle und Konfliktmanagement werden unterrichtet. Die Dozenten kommen laut Oelsner von anderen Hochschulen, aber wie Klaus Laskwoski, stellvertretender Geschäftsführer des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV), auch aus der Branche. Ebenfalls zum festen Stamm der Dozenten gehört seit 2009 der Kommunikations- und Marketingexperte Emanuel Winklhofer.

Bewerber müssen mindestens einen Realschulabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten, für das weiterbildende Studium förderlichen Beruf vorweisen sowie mindestens vier Jahre Berufserfahrung mitbringen. Nach erfolgreichem Studium erhalten sie ein Hochschulzertifikat.

Nach dem Studium können PTA dem Anbieter zufolge auf ein hohes Maß an Eigeninitiative in der Berufspraxis zugreifen. Ihnen würden neue Chancen in öffentlichen Apotheken, der Pharmaindustrie, in Krankenhausapotheken oder bei Krankenkassen und in Verbänden eröffnet. Angesichts der hohen Nachfrage sei geplant, 2017 beziehungsweise 2018 spezifische Bachelorstudiengänge mit Pharmaschwerpunkt für PTA anzubieten.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Duale Ausbildung würde besseren Überblick verschaffen
PTA: In der Schule lernt man nur Theorie »
Mehr aus Ressort
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen »
Einsetzbar in Individual- sowie Magistralrezepturen
Rezeptur: Zwei neue Grundlagen von Physiogel »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
37,6 Millionen Euro in Cannabis
Tabakhersteller steigt bei Sanity ein»
Forderungen müssen angemeldet werden
Beragena: Apotheken als Insolvenzgläubiger»
Augentropfen mit Farbstoff
Dr. Theiss macht Augen blau»
EU-Kommission sichert 10.000 Einheiten
Affenpocken: Was kann Tecovirimat?»
Stada-Produkt in EU zugelassen
Kinpeygo: Budesonid gegen Nephropathie»
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen»
A-Ausgabe Oktober
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Debatte geht in die nächste Runde
EMA befürwortet Biosimilar-Austausch»
Jede Verordnungszeile einzeln
Mehrfachverordnungen: Wie wird beliefert?»
Was wird von der Kasse erstattet
Retaxgefahr: Sprechstundenbedarf auf Rezept»