Weiterbildung

Zyto-PTA: Mehr Geld dank Weiterbildung Carolin Bauer, 18.06.2018 09:08 Uhr

Berlin - Rund 1300 PTA haben sich bereits zu Experten in der Herstellung von Zytostatika weiterbilden lassen. Das Angebot der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) gibt es seit 2002. Nicht jeder kann teilnehmen – die Aufnahmeregeln sind streng. „Auch finanziell kann sich die Zusatzausbildung für PTA lohnen“, sagt DGOP-Vizepräsident Dr. Tilman Schöning.

Die Zusatzqualifikation „PTA-Weiterqualifizierung Zytostatika“ besteht aus zwei Blöcken. Bei den Kursen treffen sich die Teilnehmer zu Wochenendseminaren in Hamburg. An jeweils drei Tagen geht es um Grundlagen der Onkologie, Schemata und Bearbeitung von Schemata, Ernährung onkologischer Patienten, mikrobiologische Validierung, Rechtsgrundlagen, Qualitätsmanagement, Umgang mit Paravasaten und Umgang mit Studienmedikation.

Entscheidend für Apothekenmitarbeiter in diesem Gebiet sei, über die Hintergründe und Grundlagen der Onkologie Bescheid zu wissen, sagt Schöning, der am Universitätsklinikum in Heidelberg den pharmazeutisch onkologischen Service mitverantwortet. „Es ist wichtig, dass man sich mit dem Thema auskennt, da die PTA immer wieder auch mit Fachpersonal kommunizieren müssen.“ Gelernt werde etwa, wie Information generiert, welche Quellen genutzt werden könnten und wie professionell präsentiert werde. In den Seminaren soll aber nicht nur Theorie vermittelt werden.

Im praktischen Teil wird in Kleingruppen mit sechs Personen gearbeitet. „Es wird beispielsweise geübt, wie man Verunreinigungen sicher und gründlich beseitigt“, so Schöning. Hygiene sei bei der Zytoherstellung besonders wichtig. Im Praxisteil hielten erfahrene PTA Kurse für den Nachwuchs. Die DGOP stellt selbst Reinraumsysteme und Werkbänke, um das Gelernte auszuprobieren. Zusätzlich zur Produktion gibt es etwa Informationen über Hilfsmittel für den Umgang außerhalb der aseptischen Herstellung in der Rezeptur.

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