Magaldrat: Zitrussäfte erhöhen Aluminiumresorption

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Berlin - Wer gelegentlich unter Sodbrennen leidet, kann durch die Anwendung von Antazida Linderung erfahren. Doch die säurebindenden Arzneimittel bieten zahlreiche Interaktionspotenziale – sowohl mit Nahrungs- als auch Arzneimitteln.

Fall: Ein Kund leidet gelegentlich unter Sodbrennen und verlangt daher nach einem Antazidum. Gute Erfahrungen habe er mit Magaldrat gemacht. Außerdem verlangt er ein Eisenpräparat und hat sich in der Freiwahl bereits Vitamin C-haltige Brausetabletten ausgesucht, da diese die Aufnahme von Eisen verbessern.

Analyse: Die Kombination Magaldrat, Eisen und Vitamin C birgt mehrere Interaktionen. Zum einen erhöht die in den Brausetabletten enthaltene Citronensäure die Resorption der Aluminiumsalze aus dem Schichtgitter des Antazidums. Zum anderen kann das Arzneimittel aufgrund einer pH-Verschiebung die Eisenresorption mindern.

Magaldrat besteht aus Aluminium- und Magnesiumhydroxiden. Das Schichtgitterantazidum besitzt säureneutralisierende Eigenschaften und vermag den pH-Wert des Magens zwischen 3 und 5 zu halten. In der besonderen Gitterstruktur sind die Salze zunächst fest gebunden. Im sauren Milieu des Magens löst sich die Struktur langsam auf. So werden eine verlängerte Wirkung erreicht und ein konstanter pH- Bereich im Magen gewährleistet. Die Wirkung ist auf die Bindung von Protonen durch die Hyroxidionen der Zwischengitterschicht zurückzuführen. Außerdem bindet Magaldrat Pepsin, Gallensäuren und Lysolecithin. Im Handel sind sowohl Kautabletten auch auch Magengele.

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