Laientests nur unter Aufsicht | APOTHEKE ADHOC
Testpflicht in Sachsen und Berlin

Laientests nur unter Aufsicht

, Uhr
Berlin -

Ab dieser Woche gilt bundesweit eine Pflicht für Unternehmen, ihren Angestellten kostenlose Corona-Tests anzubieten. Dabei kann das Unternehmen wählen, ob es auf professionelle Schnelltests oder Laientests setzt. Das Paradoxe: Menschen mit hohem Kundenkontakt – dazu zählen auch Apotheker:innen und PTA im Handverkauf – können sich zwar mittels Laientest testen, jedoch in einigen Bundesländern nur unter Aufsicht.

Ein bis zwei Tests pro Woche – das ist nun die Vorgabe für Arbeitgeber. Für Personen, die in Innenräumen mit häufig wechselnden Kundenkontakt arbeiten, sind zwei Testungen pro Woche vorgesehen. Apotheker:innen und PTA die im Handverkauf arbeiten sowie Boten sollten demnach zweimal die Woche auf Sars-CoV-2 getestet werden. Eine tatsächliche Pflicht zur Durchführung gibt es bundesweit nicht – die Bundesregierung empfiehlt jedoch, das neue Testangebot anzunehmen.

Sonderregelungen pro Bundesland

Dabei können verschiedene Arten der Corona-Tests zum Einsatz kommen. Zum einen können Antigen-Schnelltests eingesetzt werden: Hierfür können die Arbeitnehmer:innen wahlweise im Betrieb von einer geschulten Person oder in einem Testzentrum oder von anderen beauftragten Dienstleistern getestet werden. Auch die Anwendung von Laientests ist möglich. Hier können sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin selbstständig zu Hause testen. In Berlin besteht hier eine Ausnahme, wo eine weitergehende Testpflicht besteht: Arbeitet die Person im direkten Kundenkontakt, kann ein Laientest nur geltend gemacht werden, wenn er unter Aufsicht durchgeführt wurde. Zur Erleichterung kann dies auch mittels einer „bildübertragenden Online-Lösung“ geschehen. Wer Aufsicht zu leisten hat, ist hierbei nicht näher definiert.

In Sachsen wird das Testangebot zur Testpflicht. Mitarbeiter:innen mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden oder sonstigen Dritten sind verpflichtet, das Testangebot wahrzunehmen. Bei Ablehnung kann die Testung arbeitsrechtlich durchgesetzt werden, beispielsweise durch Abmahnung oder Kündigung. Auch in Sachsen sind Selbsttestungen mittels Laientest möglich, doch auch hier nur unter Aufsicht. Mitgeteilt werden muss das Ergebnis dem Arbeitgeber nicht. Doch wer ein positives Ergebnis erhält, muss sich in Quarantäne begeben. Ein positives Schnelltestergebnis muss weiterhin mit einem PCR-Test gegengeprüft werden.

 

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Risikokinder erhalten drei Dosen des Vakzins
Impfschema Kleinkinder: Aktualisierung durch RKI »
Blähungen, Krämpfe und Völlegefühl
Wacholderöl: Linderung für Magen und Darm »
Mehr aus Ressort
Apotheker kämpfen um Gärtnerei
Für PTA und PKA: Der Garten muss bleiben! »
„Aufgaben der PTA werden immer umfangreicher.“
PTA-Förderpreis: 18. Veranstaltung mit starker Resonanz »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Risikokinder erhalten drei Dosen des Vakzins
Impfschema Kleinkinder: Aktualisierung durch RKI»
Impflücken und fehlende Booster
Chinas Impfproblem»
KHPflEG im Bundestag verabschiedet
eGK-Identverfahren in der Apotheke»
Mehr als ein „beleuchtetes Stück Papier“
Gematik gegen Verschlüsselung des E-Rezeptes»
Per Fragebogen zum Medikament
Online-Rezept von Amazon»
WHO vergibt neuen Namen
Mpox statt Monkeypox»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Coupons für Paracetamol»
A-Ausgabe Dezember
90 Seconds of my life»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Schwangere sind nicht automatisch befreit
Retaxgefahr: Zuzahlung in der Schwangerschaft»
Mehrkosten, Belieferung & Heilung
Retaxgefahr: BG-Rezept»
Schlüsselrolle bei wichtigen Stoffwechselfunktionen
Hautvitamin B2: Vorstufe von Coenzymen»
Trockene Haut, Rötungen und Entzündungen
Handekzeme: Ursache, Symptome, Behandlung»