Hilfe in letzter Minute

Das war knapp: Frau bekommt Wehen in Apotheke

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Berlin -

Apotheken sind dafür bekannt, in der Not zu helfen. Doch was Apothekerin Anna Altrogge und ihrem Team der Bohlweg-Apotheke in Braunschweig am Montag passierte, ist alles andere als alltäglich. Kurz nachdem die Apotheke am Morgen ihre Türen geöffnet hatte, kam ein Mann hilfesuchend in die Apotheke – bei seiner Frau hatten die Wehen eingesetzt.

„Das war wirklich eine Überraschung“, meint Altrogge. Kurz nach dem Öffnen sei ein Mann in die Apotheke gekommen. „Er meinte, dass seine Frau schwanger sei.“ Zunächst einmal nichts Ungewöhnliches: „Wir dachten erst, er möchte etwas kaufen“, erläutert die Apothekerin. Doch dann erklärte er, dass es sich wohl „um einen Notfall“ handele.

Ein unvergessliches Erlebnis

„Seine Frau saß draußen vor der Apotheke auf einer Sitzbank und hatte schon Wehen.“ Altrogge bat die beiden daraufhin in die Apotheke und suchte ein ruhiges Plätzchen. „Sie schien offensichtlich hochschwanger zu sein – und allem Anschein nach war es ziemlich akut“, berichtet die Apothekerin. Deshalb wurde – ohne zu zögern – der Notarzt gerufen. „Die Frau war sehr nah am berechneten Entbindungstermin, das stellte dann auch der Arzt fest.“ Anschließend folgte ein größeres Aufgebot an Rettungskräften.

Die übrige Kundschaft habe sich in der Zeit vorbildlich verhalten. „Die Kunden waren alle sehr diskret“, berichtet Altrogge. Da die Apotheke über zwei Ausgänge verfüge, habe man die werdende Mutter und ihren Partner in einer Ecke etwas abschirmen können, bis der Notarzt sie versorgt hatte. „Es war ja doch ein sehr intimer Moment – auch wenn er unverhofft in der Öffentlichkeit stattfand.“ Die Frau wurde in der Apotheke schließlich noch erstversorgt und ins nächste Krankenhaus gebracht.

Nachdem man die Frau an die Rettungskräfte übergeben hatte, herrschte verständlicherweise Aufregung in der Apotheke. „Wir waren erstmal alle baff“, lacht Altrogge. So schnell werde das Team diesen glücklichen Vorfall nicht vergessen. „Dass es wirklich sehr knapp war, habe ich dann erst später von einer Stammkundin erfahren.“ In den Nachrichten hatte sie von dem Vorfall gehört – das Baby sei noch im Krankenwagen zur Welt gekommen. „Noch ein paar Minuten länger und das Kind wäre wahrscheinlich bei uns geboren worden.“

 

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