Apotheker als Lebensretter im Flugzeug

, Uhr

Berlin - Eigentlich befand sich Apotheker Dragan Ivkovic frisch entspannt vom Urlaub auf dem Heimflug Richtung Deutschland. Dass er wenige Stunden später zum Lebensretter wird, ahnte er da noch nicht. Um das Leben einer jungen Frau zu retten, wurde sogar eine Notlandung erforderlich.

Vor gut zwei Wochen machte sich Ivkovic mit seinem Freunden von Antalya zurück auf den Weg nach Deutschland, um seinen Kunden in der Rochus Vital Apotheke in Rüsselsheim wieder mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Ich habe schon beim Einsteigen gesehen, dass es einem Mädchen vorne im Flugzeug nicht so gut ging“, berichtet der Apotheker. Er habe sich jedoch nichts dabei gedacht. „Vielleicht war sie einfach müde oder hatte Angst vor dem Flug.“ Schließlich versuchte auch Ivkociv zu schlafen.

„Ich bin dann von Geräuschen um mich herum wachgeworden und die Sitzreihen vor mir waren frei.“ Alle seien sehr aufgewühlt gewesen. „Vorne lag das Mädchen dann bewusstlos auf dem Boden – das war wirklich ein Schock.“ Die 23-jährige sei mit ein paar Freundinnen unterwegs gewesen. Diese hätten versucht sie anzusprechen, ihr ins Gesicht geklopft und die Beine angehoben. „Sie hat aber überhaupt nicht reagiert. Die Freundinnen waren total aufgelöst und haben geweint.“

Schließlich fragte Ivkovic die Begleiterinnen, ob die bewusstlose Frau irgendwelche Erkrankungen habe, oder im Urlaub Medikamente einnehmen musste. „Eine der Freundinnen erklärte dann, sie sei Diabetikerin“, meint der Apotheker. Schnell wurde ihm klar, dass es sich wahrscheinlich um eine gefährliche Blutzuckerentgleisung handeln musste. „Entweder sie war unterzuckert oder sie hatte einen diabetischen Schock.“ Ivkovic misst den Puls mittels Handy-Stoppuhr und Finger und stellt fest, dass dieser zu hoch ist.

Im Handgepäck fand er schließlich ein Blutzuckermessgerät und einen Apidra-Pen. „Ich habe dann an ihrem Finger den Blutzucker gemessen und der Wert war über 600 – das war natürlich viel zu hoch.“ Daraufhin habe Ivkovic dem Flugpersonal erklärt, dass die Frau sofort ins Krankenhaus müsse. „Es wären noch mehr als anderthalb Stunden bis nach Deutschland gewesen.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Neuere Artikel zum Thema

Mehr aus Ressort

Kurz-Programm für Betroffene
Corona-Impfung trotz Spritzen-Phobie »
Polizei sucht Täter mit Hubschrauber
Hamburg: Apothekenräuber scheitert an Kasse »
Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
Behörde scheitert mit Eil-Anordnung
Katerfly bleibt im Handel»