Labor-Debatte #4

Das sind Gründe, die Empfehlung zu wechseln APOTHEKE ADHOC, 09.01.2018 14:30 Uhr

Berlin - Ende der Freundschaft: Zwei Apotheker listen Bayer aus, weil der Konzern sich Monsanto einverleibt hat. Andere Kollegen streichen bestimmte Hersteller, wenn diese mit ihren Produkten im Mass Market auftauchen. Wieder andere achten genau auf aktuelle Risikomeldungen oder Studienergebnisse. Im LABOR, dem Debattenforum von APOTHEKE ADHOC, wollten wir es genauer wissen: Welche Gründe gibt es, die Empfehlung zu wechseln?

Das Thema traf den Nerv der Branche: Binnen kurzer Zeit kamen zahlreiche Diskussionsbeiträge zusammen.

Zwei Teilnehmer gaben an, ihre Empfehlung dann zu ändern, wenn Kunden sich beschweren:

„Für mich wären nur echte Kundenbeschwerden ein Grund, etwas aus dem Sortiment zu nehmen. Sonst gehen die Kunden erst recht in den Supermarkt, wenn sie bei uns nicht mehr bekommen, wonach sie suchen.“

„Bei uns wird aussortiert, wenn mehrfach Kundenbeschwerden über ein Produkt eingehen. Etwa bei einem Ätzmittel gegen Warzen.“

Ganz nach dem Motto: Der Kunde ist König. Die Empfehlung richtet sich – wen hätte es gewundert – insbesondere nach den Präferenzen der Kunden.

Ein weiterer Teilnehmer hatte ein anderes Beispiel parat:

„Ich kenne einen Kollegen, bei dem Umckaloabo wegen der Debatte um Leberschäden ausrangiert wurde, solange das nicht aufgeklärt war.“

Er bezeichnet diese Haltung als „aktive Sortimentspolitik“

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