Corona-Testzentren: Bloß nicht zu klein denken!

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Berlin - Testen oder nicht testen? Das ist die Frage, die sich derzeit sehr viele Apotheken in Deutschland stellen. Damit eine kostendeckende Durchführung möglich ist, braucht es vor allem eines: eine straffe Organisation. Das Unternehmen Doctorbox hat sich dahingehend mit seinem digitalen Angebot zur Termin- und Ergebnisverwaltung von Testzentren bereits einen Namen gehabt. Entsprechend groß war das Interesse am ersten VISION.A Webinar, dem neuen und kostenlosen Streamingangebot, powered by APOTHEKE ADHOC und PTA IN LOVE. Hunderte Apotheker ließen sich aus der Praxis erklären, wie sie ihre Testzentren am besten organisieren sollten, und konnten ihre ganz konkreten Fragen zum Thema loswerden.

Testzentren kann fast jede Apotheke betreiben – man muss nur wissen, wie. „Gebt Gas, setzt euch hin, überlegt euch ein Konzept und macht es gleich richtig – bitte digital und nicht analog, dann bekommt ihr das auch hin“, forderte Inhaber Dr. Björn Schittenhelm die mehr als 600 Webinar-Zuschauer auf. Schittenhelm weiß, wovon er spricht: Er war nicht nur der erste Apotheker, der ein eigenes Testzentrum aufgebaut hat, sein „Böblinger Modell“ gilt mittlerweile als Vorbild für die ganze Republik. Gemeinsam mit Kollege Kay Klindwort, der unter anderem ein Drive-In-Testzentrum betreibt, und Doctorbox-COO Julian Maar erklärte er, worauf es bei Aufbau, Betrieb und Skalierung von Coronatests in Apotheken ankommt.

Die Masse der Tests ist einer der Punkte, auf den sich alle drei einigen konnten: Denn bei der angedachten Vergütung müssten sich die vorauszusetzenden Fixkosten schlicht über die Menge amortisieren. „Mit zwei Tests pro Viertelstunde ist das nicht wirtschaftlich nicht darstellbar“, sagt Schittenhelm. Bei ihm und Klindwort hingegen klappt das locker: Sie kommen dank straffer Taktung auf bis zu 100 Tests je Kabine – und Schittenhelm hat gleich zwei davon. Es sei einer der schlimmsten Anfängerfehler, zu niedrig zu stapeln, sagt er. „Wenn man sich die Zahlen anschaut, was da gerade auf uns zukommt, ist es der Hauptfehler, dass man die Strukturen, die man aufbaut, zu klein denkt.“ Das gelte nicht nur für den eigenen Betrieb, sondern auch die Einbettung des Testzentrums. Man müsse nicht nur den Schulterschluss mit den „Blaulichtfamilien“ suchen, sondern auch zu den Kommunen.

Er glaube, der „springende Punkt ist, man muss einfach schauen, dass man maximal viele Leute in kurzer Zeit testen kann und dann kann man das auch für dieses Geld tun“. Für diejenigen, bei denen selbst bei maximaler Skalierung die angedachte Vergütung nicht ausreicht, hat er aber ebenfalls einen Rat: „Dann geht zu eurer Kommune und sagt, mit 18 Euro kommt ihr nicht klar – was bist du, liebe Kommune, bereit, mir obendrauf zu legen, damit deine Lehrer und deine Erzieher getestet werden? Es spricht ja überhaupt nichts dagegen, lokale Vereinbarungen zu treffen.“ Er sei „felsenfest überzeugt“, dass viele Kommunen lieber noch Geld drauflegen würden, als ein niedrigschwelliges Testangebot nicht zu nutzen.

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