Pharmazie bei den Streitkräften

Bundeswehr kennt keinen PTA-Mangel Carolin Ciulli, 22.03.2019 07:57 Uhr

Berlin - PTA sind wie Goldstaub für Apotheken, witzelt so mancher Inhaber über den Fachkräftemangel. Die Mitarbeiter sind wichtig, viele Chefs können offene Stellen allerdings nicht neu vergeben. Der Nachwuchs fehlt. Anders bei der Bundeswehr: Der Besetzungsstand bei PTA liege bei 100 Prozent, sagt eine Sprecherin. Nur an wenigen Standorten wird überhaupt pharmazeutisches Personal gesucht.  

Die Arbeit bei der Bundeswehr ist speziell und liegt nicht jedem. Und doch sind die deutschen Streitkräfte nicht vom Mangel an Mitarbeitern aus der Pharmazie betroffen: „Ein grundsätzlicher Fachkräftemangel im Bereich der pharmazeutischen Berufe, hier PTA und PKA, ist derzeit nicht zu vermelden“, so die Sprecherin. Die Zahl der offenen Stellen im pharmazeutischen Bereich ist übersichtlich.

Für die Bundeswehr sind aktuell 158 PTA tätig; allenfalls im Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebe es eventuell einen Bedarf an PTA. Die pharmazeutischen Fachkräfte können bei den Streitkräften in der Arzneimittelherstellung und -analyse arbeiten sowie in verschiedenen Bereichen wie Sanitätsmateriallogistik, Herstellung und Qualitätssicherung. „Die Bundeswehr bietet hervorragende fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, Kontakt zu Menschen und eine frühe Übernahme von Verantwortung für ein eigenes Team.“

Der Einstieg bei der Bundeswehr ist auf ein langfristiges Arbeitsverhältnis angelegt. Die Mindestverpflichtungszeit als Soldat auf Zeit inklusive Ausbildung liegt bei bis zu 13 Jahren. PTA gehören zur Dienstgruppe der Unteroffiziere mit Portepee. Die Laufbahn beginnt mit dem Dienstgrad „Feldwebel“. Nach der aktuellen Bundesbesoldungsordnung liegt das Grundgehalt aktuell bei rund 2440 Euro. Je nach Familienstand gibt es Zuschläge.

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