Ab fünf Personen: Apotheke testet Kunden zu Hause

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Berlin -

Melanie Dolfen, Inhaberin der Bezirksapotheke in Berlin, hat sich vorgenommen, ihre Kunden nicht nur in der Apotheke, sondern auch zu Hause auf das Coronavirus zu testen. Für die Durchführung der Abstriche wurden gleich mehrere ihrer Mitarbeiter von Ärzten geschult, sodass ausreichend Apotheker und PTA für die mobilen Testungen zu Verfügung stehen.

In der Bezirksapotheke hat man sich für die Durchführung von Antigen-Schnelltests entschieden. „Aktuell führen wir die Tests nur am Standort in Friedrichshain durch. Hier haben wir durch die benachbarte Gesundbar ausreichend Platz für eine optimale Testung“, erzählt Dolfen. Am Standort am Roten Rathaus können jedoch ebenfalls bald Testungen vorgenommen werden, denn es kommen neue Räumlichkeiten hinzu. „Dann können auch die Kunden am Alexanderplatz das Angebot der Antigen-Schnelltests wahrnehmen.“

Zusätzlich zu dem Angebot wollte die Apothekerin auch Menschen, die nicht vor Ort sind, eine Möglichkeit zur Testung offerieren. „Ich habe gemerkt, dass es auch im Lockdown Situationen gibt, in denen eine Testung sinnvoll wäre. Hierbei geht es nicht um den Einzelnen, der gerne Gewissheit hätte, sondern um Gruppen, die beispielsweise aus beruflichen Gründen nicht auf ein gemeinschaftliches Treffen verzichten können.“ Dolfen hat sich auch in ihrem eigenen Alltag schon in Situationen wiedergefunden, in denen sie eine Testung in Anspruch genommen hat. „Klar haben wir uns alle zum großen Teil digitalisiert, doch es lassen sich eben nicht alle Bereiche vollständig ins Digitale heben.“

Das Angebot richtet sich an Gruppen ab fünf Personen. „Außerhalb Berlins können unsere Mitarbeiter ebenfalls zur Testung vorbeikommen. Dann muss die Gruppengröße allerdings mindestens zehn Personen umfassen.“ Das Angebot sei noch relativ neu. Die ersten Fahrten konnten bereits durchgeführt werden. „Ich denke, es ist auch deshalb ein gutes Angebot, da die Personen nicht den Weg in die Apotheke auf sich nehmen müssen. Unter Umständen muss dieser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert werden. Hin- und Rückweg stellen natürlich wieder eine potenzielle Infektionsgefahr dar.“ Ohne Fahrtweg könnten die Testungen termingerecht vor den Zusammenkünften geplant werden.

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