Vier Stämme für Privatversicherte

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Berlin -

Experten empfehlen sie, Ärzte verordnen sie: Tetravalente Impfstoffe sollen laut Ständiger Impfkommission (STIKO) zum neuen Standard gegen Influenza werden. Wie Zahlen des Marktforschungsunternehmens Iqvia zeigen, werden die Vakzine bereits seit einiger Zeit immer häufiger bei Kassen- und Privatpatienten eingesetzt.

Für die saisonale Influenzaimpfung stehen tri- und tetravalente inaktivierte Vakzine zur Verfügung. Beide Impfungen schützen gegen die zwei Influenza-A-Stämme, der Dreifach-Impfstoff gegen einen weiteren Influenza-B-Stamm, der Vierfach-Impfstoff gegen beide Influenza-B-Stämme. Vierfachimpfstoffe können einen potenteren Schutz bieten, deshalb empfiehlt die STIKO seit Kurzem diese Variante. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) muss sie nun noch in die Richtlinie aufnehmen, damit sie allgemeine Kassenleistung wird.

Bislang profitieren nur Risikopatienten mit medizinischer Indikation davon, wenn der Arzt den tetravalenten Impfstoff für notwendig erachtet. Laut Iqvia nahm der Einsatz tetravalenter Influenza-Impfstoffe gegenüber trivalenten Vakzinen in den vergangenen drei Jahren sowohl bei den Kassen- als auch Privatrezepten kontinuierlich zu. Allerdings ist der prozentuale Anteil im PKV-Bereich knapp fünfmal so hoch wie innerhalb der GKV.

Die tetravalenten Impfstoffe hatten einen Anteil von 2,1 Prozent an allen Impfungen beziehungsweise rund 284.000 Impfdosen im Jahr 2015, mehr als 5,2 Prozent (700.000 Dosen) in 2016 und 9,6 Prozent (1,3 Millionen Dosen) im vergangenen Jahr. Der Anteil der Vierfach-Vakzine lag bei Privatrezepten schon in 2015 bei 15 Prozent; 2017 waren es 44 Prozent. Zum Vergleich: Bei Kassenrezepten lag die Quote zuletzt bei 6 Prozent.

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