VfA: Lieferengpässe sind Ausnahme

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Berlin - Im vergangenem Jahr häuften sich Meldungen von Lieferengpässen. Ende Januar wird das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit Ärzten, Apothekern und Vertretern der Pharmaindustrie daher über mögliche Strategien diskutieren, wie die Probleme künftig vermieden werden können. Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) sieht keinen Handlungsbedarf. Zwar könnten diese Engpässe aufgrund der aufwendigen Herstellung von Arzneimitteln in Ausnahmefällen auftreten. Eine Zunahme sieht der VfA allerdings nicht.

Demnach gab es Lieferprobleme in der Vergangenheit nur bei einigen älteren Krebsmedikamenten und Antibiotika. Fosfomycin und Streptomycin seien zum Beispiel zeitweise nicht lieferbar gewesen, da sie aufgrund zunehmender Resistenzen eine Renaissance erlebt hätten, die die Hersteller nicht vorhersehen konnten, sagt VfA-Geschäftsführer Dr. Siegfried Throm.

Zudem liege ein Lieferengpass erst dann vor, wenn ein Arzneimittel bundesweit nicht lieferbar sei und eine gleichwertige Alternative nicht zur Verfügung stehe – dies sei bislang eine absolute Ausnahme, so Throm.

Auch wenn es laut VfA keine Lieferengpässe gibt: Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat bereits einen Aktionsplan aufgestellt, um Versorgungslücken aufgrund von Herstellproblemen künftig zu vermeiden. Im ersten Quartal soll zum Beispiel eine öffentliche Website errichtet werden, bei der die Hersteller Lieferengpässe freiwillig melden können.

Im zweiten Quartal will die EMA zusätzlich entscheiden, welche Arzneimittel essentiell sind. Bei diesen Präparaten sollen bei Lieferengpässen auf EU-Ebene entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Außerdem soll Ende des Jahres eine Nutzen-Risiko-Abwägung für Präparate mit Qualitätsmängeln gegen Nichtverfügbarkeit durchgefürht werden.

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