Plan B: Jetzt doch eine Kommission

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München -

Innerhalb weniger Stunden haben die Delegierten des Deutschen Apothekertages überraschend ihre Meinung geändert: Nach der Mittagspause stimmten sie mit äußerst knapper Mehrheit doch für die Einsetzung einer Kommission zur Erarbeitung eines Plan B zum Rx-Versandhandelsverbot. Die Expertenrunde soll den geschäftsführenden ABDA-Vorstand bei der Ausarbeitung unterstützen. Für den Antrag stimmten 159 Delegierte, dagegen 153 bei 26 Enthaltungen.

Gestellt wurde der Ad-Hoc-Antrag von Annette Dunin von Przychowksi. Der Antrag lautete, „schnellstmöglich eine Arbeitsgruppe mit weiteren externen Fachleuten einzusetzen“, die die ABDA-Führung dabei unterstützen soll, „weitere Maßnahmen“ bis zur nächsten ABDA-Mitgliederversammlung zu erarbeiten, die geeignet sind, „langfristig die hiesigen inhabergeführten Apotheken zu stärken“.

Damit war der Antrag fast wortgleich mit dem zuvor abgelehnten Antrag der Kammer Hamburg. Zu diesem zweiten Anlauf gab es keine Aussprache. ABDA-Präsident Friedemann Schmidt reagierte anders als zuvor nicht. Möglicherweise rechnete er mit einer erneut klaren Ablehnung. Damit ist die ABDA-Führung jetzt aufgefordert, einen eigenen Plan B zu entwickeln.

Am Vormittag einstimmig angenommen wurde hingegen der ABDA-Leitantrag zur Umsetzung des Rx-Versandverbotes.

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