Patienten-Interesse an Gesundheit steigt

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Berlin -

Patienten sind immer interessierter an Gesundheitsthemen. Fast jeder zweite Deutsche (44 Prozent) gibt an, sich heutzutage häufiger über Gesundheitsthemen zu informieren, als es noch vor zwei bis drei Jahren der Fall war. Nur jeder Siebte informiert sich seltener (15 Prozent). Besonders intersessiert an Gesundheitstehmen sind demnach Frauen. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage des deutschen Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) im zweiten Quartal 2017.

Befragt wurden 1000 Personen. Die Hälfte aller Frauen gab an, sich heute häufiger über Gesundheitstehmen zu informieren. Bei den Männern lag der Anteil bei nur 37 Prozent. Die Mehrheit der Männer informiert sich gleich oft wie vor zwei Jahren oder sogar seltener (18 Prozent).

Das Informationsbedürfnis zu Gesundheitsthemen steigt mit dem Alter: In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen informieren sich laut Umfrage 36 Prozent häufiger als vor zwei Jahren. Bei den 30- bis 39-Jährigen steigt dieser Anteil auf 45 Prozent und auf über 48 Prozent bei den 40- bis 49-jährigen. Den Spitzenwert von 51 Prozent gibt es in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen. Im Alter ab 60 Jahre sinkt der Anteil derjenigen, die sich heute intensiver mit Gesundehitsthemen befassen als vor zwei Jahren wieder auf gut 36 Prozent.

„Möglicherweise können Patienten damit auch besser als früher einschätzen, welche Therapie für sie infrage kommt. Gerade für die Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln ist das besonders relevant“, sagt Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BAH. Mit rezeptfreien Arzneimitteln erhielten Patienten schnelle Hilfe in der Apotheke ohne lange Wartezeiten beim Arzt. „Der Apotheker klärt die Patienten dann über den Nutzen und die Grenzen der Arzneimitteltherapie auf“, so Kortland. Mittlerweile ist laut BAH jedes zweite in Apotheken abgegebene Arzneimittel rezeptfrei. Im Jahr 2016 gingen 741 Millionen Packungen an rezeptfreien Arzneimitteln an Patienten. Dies ist ein Anstieg um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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