BAH-Gesundheitsmonitor

Patienten wollen mehr Beratung

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Berlin -

Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich mehr fachliche Ratschläge für die richtige Einnahme von Medikamenten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH). 

Demnach soll diese Unterstützung in erster Linie vom Arzt oder Apotheker kommen. Das haben sich 90 beziehungsweise 70 Prozent der Befragten gewünscht. Aber auch aus dem Beipackzettel, direkt von den Herstellern und aus dem Internet erhoffen sich die Teilnehmer mehr Hinweise.

Geht es um die richtige Einnahme speziell von rezeptpflichtigen Medikamenten, richten sich schon heute die meisten Menschen nach den Verordnungen des Arztes (95 Prozent) und nach den Empfehlungen des Apothekers (70 Prozent). Immerhin 61 Prozent schauen in den Beipackzettel.

Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es laut der Umfrage vor allem bei der Frage, inwieweit die eigene Erfahrung oder die von Freunden eine Rolle spielt beziehungsweise welchen Stellenwert man der Internetrecherche zuschreibt: Frauen richten sich häufiger nach ihren persönlichen Überzeugungen oder informieren sich bei Freunden und Bekannten. Männer dagegen recherchieren vergleichsweise öfter im Internet.

Im Übrigen wird bei leichten Erkrankungen generell eine fachliche Beratung in Apotheken unabhängig von der Art des Medikamentes gleichermaßen geschätzt: So finden sowohl bei chemisch hergestellten als auch bei pflanzlichen sowie homöopathischen Präparaten mehr als 80 Prozent der Befragten die fachliche Beratung durch einen Apotheker wichtig oder sogar sehr wichtig.

„Fast 90 Prozent der Bevölkerung möchten wenigstens in Grundzügen wissen, was ein Arzneimittel im Körper macht. Wir sollten daher Patienten ausführlicher als bisher über die therapeutische Wirkung und Wirkweise von Medikamenten aufklären“, so Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BAH. „Denn ein informierter Patient erhöht die Wahrscheinlichkeit der Therapietreue und damit die Chance auf eine schnelle Genesung.“

Die Umfrage unter 1000 Menschen wurde im vierten Quartal durch das Marktforschungsunternehmen Nielsen im Auftrag des BAH durchgeführt. Der BAH befragt die deutsche Bevölkerung regelmäßig nach ihrem persönlichen Gesundheits- und Wohlempfinden sowie nach ihrer Meinung zu aktuellen gesundheitspolitisch relevanten Themen.

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