Parteispenden

Sponsoren wetten auf FDP-Comeback Lothar Klein, 03.08.2017 07:07 Uhr

Berlin - Nicht nur die Demoskopen scheinen fest an das Comeback der FDP zu glauben. In den aktuellen Umfragen liegen die Freien Demokraten relativ sicher bei 8 bis 9 Prozent. Auch die Großspender wetten offensichtlich auf den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag – jedenfalls greifen sie den seit dem parlamentarischen Aus finanziell geschwächten Liberalen kräftig unter die Arme. Mit Großspenden im Gesamtwert von knapp 1,6 Millionen Euro liegt die FDP nur knapp hinter der Kanzlerinpartei CDU.

Laut aktuellem Spendenbericht des Bundestages kassierte die CDU von Angela Merkel seit Jahresbeginn 1,9 Millionen Euro. Da können die anderen Parteien lange nicht mithalten: Mit jeweils 100.000 Euro stehen SPD und Grüne abgeschlagen in der Großspendenliste. Den Grünen spendete der Firmenerbe Frank Hansen, der SPD der Daimler-Konzern, der auch die CDU bedachte. CSU, Linke und AfD haben für das Wahljahr noch keine Großspenden gemeldet. Jede Spende ab 50.001 Euro muss dem Bundestag gemeldet werden.

Addiert man das Spendenvolumen des Vorwahljahres hinzu, kommt die CDU auf 2,72 Millionen Euro Großspenden. Die FDP liegt wieder auf Platz zwei mit 1,87 Millionen Euro. 2016 erhielten die Freien Demokraten nur 310.000 Euro Großspenden. Offenbar öffnen die gestiegenen Wahlchancen der FDP die Schatullen der Gönner der liberalen Sache.

Großssponsor der FDP ist wieder die Kölner Firma R&W Industrieanlagen. Bereits 2016 hatte R&W 200.000 Euro und 2015 250.000 Euro überwiesen. Bis Juli gingen wieder gut 200.000 Euro von R&W ein. Als Großspender mit 300.000 Euro tritt auch im Wahljahr wieder er Unternehmer Lutz Helmig für die FDP in Erscheinung. Bereits im November 2015 spendete der Unternehmer Lutz Helmig 200.000 Euro.

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