Gestern besuchte die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Strauss-Köster (CDU) die Elfen-Apotheke von Apotheker Ulrich Maaßen in Wetter (Ruhr), um sich vor Ort insbesondere über die Bedeutung der Apotheken für die Gesundheitsversorgung und den Bevölkerungsschutz zu informieren. An dem Austausch nahmen auch Dr. Hannes Müller, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), sowie Dr. Olaf Elsner, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL), teil.
Im Mittelpunkt des Gesprächs habe neben der aktuellen Situation der Branche insbesonder die zentrale Rolle der Apotheken bei der wohnortnahen Arzneimittelversorgung und ihre Bedeutung für die Krisen- und Katastrophenvorsorge gestanden. Die Politikerin betonte, dass leistungsfähige Apotheken ein wichtiger Bestandteil einer resilienten Gesundheitsinfrastruktur seien.
Gerade in Krisensituationen zeige sich demnach, wie wichtig verlässliche und flächendeckende Versorgungsstrukturen für die Bevölkerung seien, so der AVWL. Diese Auffassung könne wird Strauss-Kösterihrer vom zudem auf ihre langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung stützen: Von Oktober 2009 bis März 2025 war sie Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, als Mitglied des Innenausschusses beschäftige sich die Abgeordnete intensiv mit Themen des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes.
Einigkeit habe zudem darüber bestanden, dass eine funktionierende Gesundheitsversorgung im Ernstfall nur durch das Zusammenspiel von Einsatzkräften, Gesundheitsberufen, Behörden und Bevölkerung gewährleistet werden könne. Dafür brauche es verlässliche und faire Rahmenbedingungen für alle Beteiligten.
Müller und Elsner wiesen die Politikerin bei der Gelegenheit auch auf die faktisch weiterhin bestehenden Wettbewerbsunterschiede zwischen den Apotheken vor Ort und dem Versandhandel hin. Denn während bundesdeutsche Apotheken bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gesetzlich keine Rabatte gewähren dürften, setzten sich ausländische Versandapotheken im Rahmen der GKV-Versorgung regelmäßig über das Verbot hinweg.
Das erschwere den Erhalt eines flächendeckenden Apothekennetzes, für das eine uneingeschränkte Gleichpreisigkeit essentiell sei. Ohne ein flächendeckendes, dezentrales Apothekennetz könne die Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit des Gesundheitswesens kaum gewährleistet werden.
Die Vor-Ort-Apotheken seien ein unverzichtbarer Baustein der Daseinsvorsorge und sowohl im Alltag als auch in Krisenzeiten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisteten, seien sich die Gesprächsteilnehmer zum Abschluss des Besuchs einig gewesen.
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