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Zur Rose: E-Rezept in Bremen

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Für Apotheken sieht Zur Rose auch Vorteile: Es gebe weniger Rückfragen an Ärzte und eine schnellere elektronische Kommunikation mit den Praxen. Abrechnungen würden vereinfacht, das manuelle Übertragen der Rezeptdaten falle weg. Auch Änderungen an den Rezepten seien einfacher vorzunehmen. Durch effizientere Arbeitsabläufe könnten Kosten eingespart werden.

Die Anwendung soll unabhängig von, aber kompatibel mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sein. Sobald die Telematikinfrastruktur (TMI) fertig gestellt ist, soll das E-Rezept integriert werden – bei Zur Rose rechnet man im zweiten Projektjahr mit diesem Schritt. Im dritten Jahr sollen weitere Testregionen dazu kommen und der Rollout geplant werden, sodass das E-Rezept im vierten Jahr in die Regelversorgung überführt werden kann.

Mit dem Stand in Deutschland ist man bei Zur Rose nicht zufrieden: Die Umsetzung eines E-Rezeptes sei schon mit der Einführung der eGK im Jahr 2006 geplant gewesen. „Aufgrund diverser Schwierigkeiten mit der eGK ist dieses Vorhaben allerdings stark ins Hintertreffen geraten.“ In anderen Ländern sei man schon deutlich weiter: In Schweden etwa gebe es das E-Rezept bereits seit 1981, inzwischen würden 80 Prozent der Verordnungen elektronisch ausgestellt. In der Schweiz hätten Ärzte seit 2001 die Möglichkeit, elektronische Rezepte direkt an Zur Rose zu schicken. Außerdem verweist die Versandapotheke auf die Niederlande, Dänemark, die USA und Estland.

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