Versandhandel

Oberhänsli: Höchste Zeit für E-Health

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Berlin -

Das Papierrezept ist nach wie vor der größte Hemmschuh für Versandapotheken, um im Rx-Bereich Fuß zu fassen. Doch seit das Wachstum abflacht, ist das Segment der verschreibungspflichtigen Medikamente der große Hoffnungsträger. Einige Spezialversender machen vor, wie man mit speziellen Leistungen Chroniker überzeugen kann. Für die großen Versender wären E-Rezepte der beste Weg zum Kunden.

„Es ist höchste Zeit, dass E-Health in die Arzneimitteldistribution Einzug hält“, sagte Walter Oberhänsli, Chef von Zur Rose, beim Kongress des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken (BVDVA). Der Arzneimittelversand könne dabei eine Vorreiterrolle einnehmen. Er persönlich sei davon überzeugt, dass das auch gelingen werde, so Oberhänsli.

Als sinnvolle E-Health-Anwendungen nannte Oberhänsli unter anderem das E-Rezept, das es in der Schweiz seit mehr als zehn Jahren gibt und auf dem das Geschäftsmodell von Zur Rose in weiten Teilen fußt: Wo Mediziner nicht selbst dispensieren dürfen, werden die Verordnungen direkt aus der Praxis an die ärzteeigene Versandapotheke geschickt.

Laut Oberhänsli hat sich das E-Rezept bewährt: Rund 500.000 elektronische Verordnungen würden pro Jahr ausgestellt, der Zusatznutzen liege in einer automatischen Interaktionskontrolle, in der Darstellung der Patientenhistorie sowie in der Generika-Abfrage.

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