Fernbehandlung

CDU-Wirtschaftsrat wirbt für Telemedizin APOTHEKE ADHOC, 25.08.2016 12:59 Uhr

Berlin - Der Wirtschaftsrat der CDU will im Bereich „Digital Health“ aufs Tempo drücken. Telemedizinische Anwendungen sollen gefördert werden, der elektronische Medikationsplan spätestens 2018 stehen. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen könne den Datenschutz sogar erhöhen, heißt es in einem Positionspapier. Vorsitzender der Bundesfachkommission Digital Health ist Frank Gotthardt, Vorstandschef von CompuGroup Medical (CGM).

Mit der Verabschiedung des E-Health-Gesetzes sei zwar ein erster wichtiger Schritt vollzogen worden, um die Digitalisierung im Gesundheitssektor voranzubringen, heißt es im Papier. Der Gesetzgeber müsse jedoch Innovationen einen schnelleren Weg in die Regelversorgung ermöglichen. „Dazu muss insbesondere das Potenzial der Telemedizin dringend weiter ausgeschöpft werden“, so der Wirtschaftsrat.

Bislang seien im Gesetz telemedizinische Auswertung von Röntgenbildern und Online-Videosprechstunde für Bestandspatienten vorgesehen – das weise den Weg in die richtige Richtung. Für Risikopatienten und Chroniker sollten aber ebenfalls schnellstmöglich Leistungen in zur Fernbetreuung erstattungsfähig werden und in die Regelversorgung übergehen. Ermöglicht werden soll das über eine vereinfachte Zulassung sowie Bezahlung telemedizinischer Leistungen.

Der Wirtschaftsrat fordert außerdem, dass der elektronische Medikationsplan unbedingt wie vorgesehen ab 2018 Realität werden müsse. Zudem sollte er auf alle Patienten ausgeweitet werden. Bislang haben nur solche mit mindestens drei zeitgleich verordneten Medikamenten Anspruch darauf. Der Plan soll laut Wirtschaftsrat auch freiverkäufliche Medikamente einschließen.

APOTHEKE ADHOC Debatte