Versorgungsmodelle

Hecken: Startschuss für Innovationsfonds

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Berlin -

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Förderkriterien für den Innovationsfonds bekannt gegeben. Damit beginnt die Bewerbungsphase: Bis zum 5. Juli können nun Anträge auf Fördergelder eingereicht werden. „Mit diesem Startschuss für die erste Förderwelle des Innovationsausschusses konnten wir unser erstes Ziel erreichen – nun sind die Antragsteller am Zug, förderfähige Projekte vorzulegen“, sagte der G-BA-Vorsitzende Professor Dr. Josef Hecken.

Mit insgesamt 225 Millionen Euro sollen neue Versorgungsformen gefördert werden; also Projekte, die über die bisherige Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hinausgehen. Vier Themenfelder hat der G-BA vorgesehen: Modellprojekte zur Arzneimitteltherapie, Telemedizin sowie Versorgungsmodelle für strukturschwache Gebiete und spezielle Patientengruppen, etwa Kinder oder Pflegebedürftige.

Aber auch für andere Projekte können Gelder beantragt werden, etwa zur Verbesserung der Versorgungseffizienz bei Menschen mit Migrationshintergrund. Ausgenommen sind Projekte, die in die Schwerpunktkategorien der bereits geplanten zweiten Förderwelle fallen: Dazu zählen die Delegation und Substitution von Leistungen, die Geriatrie, die Förderung der Gesundheitskompetenz von Patienten und die Versorgung von Menschen mit Behinderungen.

Die neuen Versorgungsformen müssen auf geltender Rechtsgrundlage erbracht werden, etwa im Rahmen von Selektivverträgen. Nicht gefördert werden reine Evalutationen von bestehenden Projekten, Studien zur Wirksamkeit von Arzneimitteln und Medizinprodukten oder zur frühen Nutzenbewertung, die Erprobung einer neuen Untersuchungs- oder Behandlungsmethode. Auch Projekte, die sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, sind ausgeschlossen.

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