Innovationsfonds

Hecken lädt zum AMTS-Casting

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Berlin -

Das Rennen um die 300 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds ist eröffnet: Nachdem Ende Februar die Förderschwerpunkte – unter anderem Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) – bekannt gegeben wurden, steht nun ein grober Fahrplan. Im Herbst soll entschieden werden, welche Projekte gefördert werden. In der Kategorie AMTS gehen laut Professor Dr. Josef Hecken, dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wahrscheinlich vier Projekte an den Start.

Der G-BA ist Träger des Innovationsfonds und wird über einen Innovationsausschuss mit darüber entscheiden, welche Projekte einen Zuschuss erhalten. Beraten wird das Gremium von einem zehnköpfigen Expertenbeirat, der Mitte Januar zum ersten Mal zusammentrat. Gemeinsam entscheiden die Experten über die Kriterien für die Auswahl und darüber, wer letztlich Gelder bekommt.

Ende Februar hat der Innovationsausschuss die Förderschwerpunkte für die erste Tranche bekannt gegeben: Finanziert werden mit insgesamt 225 Millionen Euro Modellprojekte zu AMTS, Lösungen für strukturschwache Gebiete, Projekte im Bereich E-Health und Telemedizin sowie Versorgungsmodelle für vulnerable Patientengruppen wie Pflegebedürftige oder Kinder. Mit weiteren 75 Millionen Euro sollen Forschungsprojekte unterstützt werden.

Derzeit arbeiten die Experten im Innovationsausschuss an der Förderbekanntmachung. Diese soll in der kommenden Woche dem Expertenbeirat vorgelegt und Anfang April veröffentlicht werden. Dann beginnt die dreimonatige Bewerbungsphase, in der Anbieter ihre Projekte einreichen können. Der Expertenbeirat und der Innovationsausschuss haben dann sechs Wochen Zeit, um über die Anträge zu entscheiden. Hecken rechnet damit, dass im September die ersten Förderbescheide verschickt werden.

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