Fahrverbote

Großhändler warnen vor Lieferproblemen APOTHEKE ADHOC, 27.02.2018 18:02 Uhr

Berlin - Mögliche Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge könnten die Arzneimittelversorgung gefährden. Darauf weist der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) hin. Verbandschef Dr. Thomas Trümper fordert dringend Ausnahmen für die Branche.

„Es bleibt abzuwarten, ob Städte tatsächlich Fahrverbote verhängen. Wenn sie das tun, dann wird es je nach Länge des Fahrverbotes zu erheblichen Einschränkungen in der Arzneimittellieferung kommen“, so Trümper. Aus diesem Grunde sei es sinnvoll, im Rahmen der Arzneimittellieferung über Ausnahmegenehmigungen nachzudenken.

Für die Belieferung von Apotheken in Innenstädten seien Dieselfahrverbote problematisch. Nicht jedes Fahrzeug, das Arzneimittel ausliefert, habe einen Dieselmotor, wohl aber die überwiegende Anzahl. In wenigen Fällen werde bereits mit dem Fahrrad ausgeliefert, der Regelfall sei es aber nicht.

„Wer sich darauf berufen möchte, dass Apotheken für mehrere Tage die wichtigsten Arzneimittel vorrätig halten müssen, hat noch nichts von den Veränderungen in diesem Markt gehört“, so der Phagro-Chef. „Seit es Rabattarzneimittel gibt, können Apotheken nicht jedes Arzneimittel, das die einzelne Kasse erstattet, am Lager haben. Hier ist man auf die schnelle Lieferung durch den Großhandel angewiesen.“

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