300.000 Euro mehr

Gedisa: Hessen beschließt Nachtragshaushalt

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Berlin -

Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat gestern einen Nachtragshaushalt für die Beteiligung an der Digitalgesellschaft Gedisa beschlossen. Der Betrag von 300.000 Euro wird zunächst aus den Rücklagen des Verbands bereitgestellt, doch im Herbst gilt eine Beitragserhöhung als sicher.

Als der HAV im vergangenen Jahr den Haushalt für 2022 beschlossen hatte, war man noch von einem geringeren Betrag für Gedisa ausgegangen. Deshalb musste nachgelegt werden. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung wurde der Nachtragshaushalt gestern einstimmig beschlossen. „Der HAV steht zu 100 Prozent hinter Gedisa“, so der Vorsitzende Holger Seyfarth.

Insgesamt will der Deutsche Apothekerverband (DAV) bei den Landesorganisationen für dieses und die beiden kommenden Jahr 35 Millionen Euro. Die Anteile der LAV beziehen sich auf die Zahl der Apotheken. Hessen liegt mit 1410 Apotheken entsprechend bei knapp 8 Prozent. Allerdings beteiligt sich der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) bekanntlich nicht an der Gedisa, so dass dieser Betrag für kanpp 1800 Apotheken auf die anderen Verbände umgelegt wurde.

Für den HAV bedeutet das eine Investition von jeweils rund einer Million Euro und das über drei Jahre. Obwohl der Verband über gute Finanzmittel verfügt, wird es ohne eine Beitragserhöhung nicht gehen. Diese dürfte bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Herbst beschlossen werden. Zum Vergleich: Der Apothekerverband Nordrhein hat den Beitragssatz mit Verweis auf Gedisa um 50 Euro monatlich erhöht.

Die benachbarten Kollegen in Westfalen-Lippe werden dann später zur Kasse gebeten, wenn sie die Leistungen der Gedisa individuell nutzen werden. Oder der AVWL tritt doch noch bei. Bei der Hauptversammlung der Westfalen im Herbst wird das Thema mit Sicherheit wieder auf der Agenda stehen.

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