Rabattverträge

DAK: Zurück zum Exklusivvertrag?

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Berlin -

Die DAK hat erneut Rabattverträge für die großen Ersatzkassen ausgeschrieben und Zuschläge erteilt. Während die Politik darüber nachdenkt, wie sich Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermeiden lässt, setzt die Kasse plötzlich wieder auf Exklusivvereinbarungen. Das hat allerdings einen Grund.

Wie schon bei mehreren Ausschreibungen hat die DAK Rabattpartner für sich und andere Ersatzkassen ausgeschrieben:

  • DAK/KKH
  • TK/hkk/HEK
  • Barmer

Die Verträge sollen ab 1. Juli starten und haben eine Laufzeit von zwei Jahren. Je nach Kasse können sich die Vertragspartner unterscheiden, in der Regel sind aber dieselben Firmen zum Zuge gekommen, zumal es sich ohnehin nicht um Schnelldreher handelt, sondern um Moleküle, die nur von wenigen Herstellern überhaupt angeboten werden.

Insgesamt geht es um rund zwei Dutzend Wirkstoffe, für die meisten davon gibt es bereits laufende Rabattverträge. Und beim Abgleich fällt auf, dass nahezu alle Lose exklusiv vergeben wurden, aktuell aber zumindest bei der DAK mitunter noch mehrere Hersteller an Bord sind. Bei Risperidon etwa ist statt der aktuell vier Hersteller (Aristo, Dexcel, Heumann, Ratiopharm) nur noch Teva zulässig, bei Natriumoxybat nur noch Accord. Folsäure kommt nur noch von Zentiva, AbZ ist raus. Captopril/HCT kommt künftig von Puren und nicht mehr von AbZ und Betapharm.

Selbst bei den beiden Wirkstoffen, für die die Kasse bis zu zwei Rabattpartner an Bord nehmen wollte, gibt es aktuell noch für die Apotheken und ihre Kund:innen eine größere Auswahl: Bei Prucaloprid dürfen künftig nur noch Axunio oder Takeda beziehungsweise Axunio oder Zentiva abgegeben werden. Bei Dronedaron ist nur noch Aliud zulässig.

Mitunter hatten sich auch nur einzelne Firmen beworben – oder auch gar keine: Bei einigen Losen konnten keine Zuschläge erteilt werden, bei Bisacodyl etwa oder bei Celiprolol, Ciclopirox, Haloperidol (parenteral), Lormetazepam, Maprotilin oder Aciclovir.

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