Konversions- oder Reparationstherapien

Bundesregierung: Homosexualität ist keine Krankheit APOTHEKE ADHOC, 16.07.2018 11:59 Uhr

Berlin - Immer wieder flammt die Diskussion über sogenannte Konversions- oder Reparationstherapien zur „Heilung“ von Homosexualität auf. Zuletzt hatte Gero Winkelmann, Präsident des Bundes Katholischer Ärzte (BKÄ), mit seiner Aussage, dass er Homosexualität mit Globuli „heilen“ wolle, kritische Reaktionen ausgelöst. Auf eine entsprechende Anfrage der Fraktion Die Linke stellt nun die Bundesregierung klar, dass Homosexualität „keine Krankheit ist und daher auch keiner Behandlung bedarf“. Verbieten will die Bundesregierung Angebote zu Konversions- oder Reparationstherapien derzeit aber nicht.

Der Bundesregierung sei der Respekt der geschlechtlichen Vielfalt ein wichtiges Anliegen, heißt es in der Antwort. Die Bundesregierung bekräftige im zwischen CDU, CSU und SPD geschlossenen Koalitionsvertrag, dass alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität frei und sicher leben können sollen – mit gleichen Rechten und Pflichten. Gleichzeitig verurteile die Bundesregierung Homosexuellen- und Transfeindlichkeit und betone, „dass sie entschieden jeder Diskriminierung entgegen wirken wird“.

Im Einklang mit dem Weltärztebund und der Bundesärztekammer (BÄK) vertrete die Bundesregierung eindeutig die Auffassung, „dass Homosexualität keine Krankheit ist und daher auch keiner Behandlung bedarf“. Der Weltärztebund stelle in seiner Entschließung von 2013 klar fest, dass es unethisch für Ärzte sei, sich an sogenannten Konversions- oder Reparationstherapien zur Behandlung von Homosexualität zu beteiligen.

Einen Zusammenhang zwischen Angeboten von Konversions- oder Reparationstherapien zur rechten politische Szene gibt es laut Bundesregierung nicht. Ihr lägen keine Erkenntnisse über die Aktivitäten der von den Linken genannten Vereine, ihre etwaige internationale Vernetzung oder ihre Vernetzung mit der neonazistischen oder sogenannten „rechtspopulistischen“ Szene vor. Auch sei der Bundesregierung nicht bekannt, ob andere Organisationen sogenannte Konversions- und Reparationspseudotherapien anbieten oder dafür werben.

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