Corona und Grippe

Auffrischungsimpfungen: Ärzte fordern Fahrplan

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Berlin -

In wenigen Wochen soll es losgehen mit den Auffrischungsimpfungen, viele Details sind noch offen. Zunächst sollen mobile Impfteams in die Alten- und Pflegeheime fahren. Doch auch die niedergelassenen Ärzt:innen wollen mitmachen – und fordern einen klaren Zeitplan.

Vier Millionen Impfungen in vier Monaten – so lautet die Bilanz zu den Corona-Impfungen in den Praxen in Westfalen-Lippe. „Trotz anfänglicher Stolpersteine, die vor allem dem Impfstoffmangel und den wechselnden Vorgaben zuzuschreiben sind, haben unsere Mitglieder ihre Patientinnen und Patienten routiniert und schnell versorgt. Genau so soll es auch mit Blick auf die dritte Impfung weitergehen“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL), Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) arbeitet derzeit an einer Empfehlung zur Booster-Impfung und untersucht in diesem Zusammenhang, welche Personengruppen genau die dritte Spritze benötigen könnten und zu welchem Zeitpunkt. Bisher ist lediglich bekannt, dass vermutlich ältere und immungeschwächte Personen ein weiteres Mal geimpft werden sollten. Die KVWL hat ihre Mitglieder in dieser Woche ausführlich darüber informiert, wie beispielsweise bei der Impfung von Pflegeheimbewohnern vorzugehen ist.

„Eins muss klar sein: Der Impfschutz ist nicht von heute auf morgen weg, wir können die dritte Impfung sehr gut planen und entsprechend zügig abarbeiten. Das wird aber nur gelingen können, wenn wir uns nicht wieder unnötigen bürokratischen Ballast aufbürden“, betont der KVWL-Vorstand. Für Spelmeyer, Schrage und Müller steht deshalb außer Frage, dass diese dritte Impf-
dosis in erster Linie aus den Praxen heraus verabreicht werden sollte.

Denn: Die Corona-Impfung und die Impfung gegen Grippe, die alljährlich im Herbst ansteht, müssen gemäß aktuellen Vorgaben der Stiko zeitlich koordiniert verabreicht werden. „Für die Praxen ist so etwas Alltagsgeschäft. Ein Organisationswirrwarr können wir uns hier nicht leisten“, betont der KVWL-Vorstand. Wichtig seien jetzt klare Empfehlungen, exakte Zuständigkeiten und ein strukturierter Zeitplan.

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