20 Thesen nach Apothekertreffen

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Berlin -

Die CSU und die Apotheker – das ist derzeit kein ganz einfaches Verhältnis. Die Partei würde gern weiter für das Rx-Versandverbot kämpfen, beklagt aber mangelnde Unterstützung der Standesvertreter. Das wird auch an der Basis diskutiert: Am vergangenen Freitag saßen rund 20 Apothekerinnen und Apotheker im bayerischen Freising mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer zusammen um über die aktuelle Lage zu diskutieren.

Mit von der Partie war Apotheker Dr. Franz Stadler, der im Anschluss die aus seiner Sicht wichtigsten Thesen des Treffens zusammengefasst hat. Stadler betont, dass es sich dabei nicht um eine abgestimmte Erklärung des Kreises, sondern seine persönliche Wahrnehmung und Interpretation handelt. Allerdings seien die folgenden 20 Punkte aus seiner Sicht schon Konsens unter den beteiligten Kollegen gewesen.

  1. Wir wollen nicht impfen. Das ist nicht unsere Profession. Dafür sind wir nicht ausgebildet.
  2. Wir sind für eine strikte Trennung von Arzt- und Apothekerberuf (seit 1241, Edikt von Salerno, bewährt).
  3. Wir wollen ein eindeutiges Rx-Versandhandelsverbot.
  4. Wir wollen keine Gesetze, die uns Dinge versprechen, deren Einhaltung sie nicht sicherstellen können (Gleichpreisigkeit etc.).
  5. Wir wollen ein Zuweisungsverbot (mit wenigen, genau definierten Ausnahmen). Absprachen, die nur aus finanziellen Erwägungen heraus getroffen werden, waren noch nie im Interesse der Patienten.
  6. Wir wollen keine Almosen, sondern eine gerechte Bezahlung unserer Leistung. Deshalb: Ja zur geplanten Erhöhung der Nacht- und Notdienstpauschale und der BTM-Gebühr, aber nein, zum Gießkannenprinzip einer Vergütung von „pharmazeutische Dienstleistungen“.
  7. Wir wollen eine optimale Versorgung für unsere Kunden, die sich ihren Lebensumständen anpasst.
  8. Wir wollen einen hohen Qualitätsstandard beim verbleibenden Arzneimittelversandhandel und beim lokalen Botendienst (Temperaturkontrolle etc.), der auch kontrolliert werden sollte.
  9. Wir wollen, dass Arzneimittel weiterhin als besonderes Gut behandelt werden.
  10. Wir wollen eine Gesundheitspolitik, die ihren Namen verdient.

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