Welt-MS-Tag: Beratungsqualität erhöhen

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Apotheke als Anlaufpunkt

Apotheken können einen wertvollen Beitrag bei der Betreuung von chronisch kranken Patienten darstellen. Ein Arztgespräch alleine reicht häufig nicht aus, sodass eine ergänzende Beratung in der Apotheke für die Betroffenen sehr hilfreich sein kann. Oftmals handelt es sich auch um Rückfragen zur Therapie. Daher ist es wichtig, dass Apotheker und PTA bei der Medikation auf dem neuesten Stand bleiben. Gerade im Bereich der monoklonalen Antikörper erfolgen in den letzten Jahren zahlreiche Neuzulassungen. Neben einem individuellen Medikationsmanagment können Apotheker und PTA auch Tipps für den Umgang mit der Erkrankung im Alltag geben. Die Apotheke kann auch als Vermittler zu weiteren Institutionen und Vereinen sein. In vielen Städten gibt es MS-Initiativen – hier tauschen sich MS-Patienten gegenseitig aus oder werden aktiv.

Apothekerkammer Oberösterreich startet Schwerpunktthema

Die Beratungsqulität beim Thema Multiple Sklerose soll besser werden, das hat sich die Apothekerkammer Oberösterreich zum Ziel gesetzt und nutzt dafür den Welt-MS-Tag. In Österreich leben schätzungsweise 13.500 Menschen mit der noch unheilbaren chronischen Erkrankung. „Apotheken sind für MS-Patienten sowie deren Angehörige wichtige Ansprechstellen. Es ist ein Gebot der Stunde, die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker besser zu nützen“, bekräftigen der Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich Thomas W. Veitschegger und Vizepräsidentin Monika Aichberger.

Durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Früherkennung, raschen Diagnose und Therapieentscheidung, sowie beim Management von Neben- bzw. Wechselwirkungen für Menschen mit Multipler Sklerose wollen sie die Betreuung der MS-Patienten verbessern. Oberösterreichs Apothekerkammer ist davon überzeugt, dass Menschen mit dieser Erkrankung von der Einbindung der Apotheken in die MS-Versorgung profitieren. „MS-Patienten müssen in ihrer Gesamtheit wahrgenommen werden. Mit unserer neuen MS-Initiative wollen wir ein Informations- und Beratungsnetzwerk aufbauen, welches die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose im extramuralen Bereich verstärkt“, so Veitschegger.

 

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