UV-Strahlung senkt Risiko für Multiple Sklerose

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Berlin - Das Image der UV-Strahlung hat in den vergangenen Jahren aufgrund des erhöhten Hautkrebsrisikos massiv gelitten. Doch Sonnenlicht besitzt ebenfalls zahlreiche positive Wirkungen auf Psyche und Körper. Forscher:innen des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (MS) und des Sonderforschungs­bereiches MS der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben herausgefunden, dass Ultraviolettes Licht das Risiko für eine MS senken kann – auch der Verlauf kann demnach positiv beeinflusst werden.

Für ihre aktuellen Erkenntnisse nahm sich das Team die Daten von rund 2000 MS-Patienten zur Hilfe. Neben verschiedenen Faktoren wie Geschlecht, Wohnort und Lebensweise wurde auch die genetische Prädisposition für Sonnenempfindlichkeit berücksichtigt. Dabei konnten die Wissenschaftler:innen einen Zusammenhang zwischen UV-Licht und MS feststellen.

Mehr Sonne, weniger MS?

Bereits innerhalb eines vergleichsweise kleinen Gebiets wie Deutschland zeigte sich, dass die aktiven Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark von Süd- nach Norddeutschland durchschnittlich zunahmen. Ähnliche Daten zeigten sich auch für den Beeinträchtigungsgrad der MS. Der saisonbedingte Vitamin-D-Spiegel nahm je weiter es in Richtung Norden ging ab – ebenso wie die Sonnenstrahlung.

Anhand weiterer Daten der NASA wurde die durchschnittliche UV-Menge ermittelt, der die Probanden im Jahr vor der Untersuchung ausgesetzt waren. Diese untermauerten die vorherigen Beobachtungen und zeigten, dass die MS-Beschwerden mit zunehmender Sonneneinstrahlung abgenommen hatten.

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