UCB launcht Bimzelx

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Berlin - Bimzelx (Bimekizumab, UCB) ist ein neues Arzneimittel zur Behandlung der mittelschwere bis schweren Plaque-Psoriasis. Mit Bimekizumab wird das Portfolio der bei Schuppenflechte indizierten monoklonalen Antikörper erweitert.

Bimekizumab gehört zur Gruppe der monoklonalen Antikörper. Der Wirkstoff hemmt selektiv sowohl Interleukin (IL)-17A als auch IL-17F. Diese beiden Botenstoffe werden mit der Pathogenese von mehreren immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen, einschließlich Plaque-Psoriasis in Verbindung gebracht.

Die Wirksamkeit von Bimzelx wurde in drei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien überprüft. Innerhalb der Studien „Be Vivid“, „Be Ready“ und „Be Sure“ konnte gezeigt werden, dass sich das Krankheitsbild unter Bimekizumab stärker besserte als unter der Anwendung der Antikörper Ustekinumab und Adalimumab oder unter Placebo. 1480 erwachsene Proband:innen waren in die Studien eingeschlossen. Bei 85 bis 91 Prozent der Proband:innen sank der sogenannte PASI-Score nach vier Monaten. Bei 84 bis 93 Prozent der Teilnehmer:innen war die Haut nach vier Monaten nahezu erscheinungsfrei. Bei den beiden anderen berücksichtigten Antikörpern waren es 53 Prozent (Ustekinumab) und 57 Prozent (Adalimumab).

Bimzelx ist sowohl als Fertigpen, als auch als Fertigspritze am Markt. Jede Einzeldosis enthält 160 mg Bimekizumab. In den Wochen 0, 4, 8, 12, 16 spritzen sich die Patient:innen 320 mg Bimekizumab, entsprechend zwei Fertigspritzen oder Fertigpens. Danach erfolgt eine wiederholte Injektion alle 8 Wochen. Patient:innen mit einem Körpergewicht von über 120 kg können eine Dosisanpassung vornehmen – dann erfolgt eine Injektion nach Woche 16 alle vier Wochen. Injiziert werden sollte primär in den Oberschenkel, den unteren Bauch oder in den Oberarm. Stellen, die von Psoriasis betroffen sind, eignen sich nicht zur Injektion.

Nach erfolgter Schulung können sich die Patient:innen Bimzelx selbst verabreichen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege und der Ohren, orale Candidosen, Tinea-Infektionen, Dermatitis und Kopfschmerzen.

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