Effektivere Therapie bei Leukämie

Roche: Positive Daten für Venclexta dpa/APOTHEKE ADHOC, 15.06.2020 10:28 Uhr

Berlin - Das Medikament Venclyxto (Venetoclax) hat sich in einer Phase-III-Studie in Kombination mit Azacitidin bei der Bekämpfung des häufigsten Typus von aggressiver Leukämie als wirksam gezeigt. Das Mittel wurde vom Schweizer Pharmakonzern Roche zusammen mit genentech und AbbVie entwickelt. Die Behandlung mit der Kombination habe den Patienten zu einem längeren Leben verholfen als mit Azacitidin alleine. Neue Nebenwirkungen traten dabei nicht auf.

Die Resultate der Phase-III-Studie Viale-A zur Evaluation der Venclexta-Kombination bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) sind am Fachkongress der Europäischen Hämatologischen Gesellschaft (EMA) vorgestellt worden. Venclexta wird von Abbvie und Roche/Genentech gemeinsam entwickelt und in den USA unter dem Namen Venclexta auch gemeinsam vertrieben. Außerhalb der USA übernimmt AbbVie die Vermarktung.

„Wir freuen uns sehr, diese wichtigen Ergebnisse von Menschen mit akuter myeloischer Leukämie präsentieren zu können, insbesondere von Menschen, die eine intensive Chemotherapie nicht tolerieren können und daher nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten haben“, sagte Dr. Levi Garraway, Chief Medical Officer von Roche und Leiter der globalen Produktentwicklung. „Die in der Viale-A-Studie beobachteten signifikanten Überlebensvorteile verstärken den potenziellen Nutzen dieser auf Venclexta/Venclyxto basierenden Kombination für Menschen mit dieser aggressiven Krankheit.“

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Kombination aus Venetoclax und Azacitidin das Todesrisiko im Vergleich zu Azacitidin allein um 34 Prozent verringerte. Die Kombination führte mit 66,4 Prozent auch zu höheren Raten der vollständigen Remission im Vergleich zu 28,3 Prozent mit Azacitidin allein. Das Sicherheitsprofil für die kombinierte Gabe der Wirkstoffe entspricht dem der einzelnen Arzneimittel. Mit der Kombination wurden keine neuen unerwarteten Nebenwirkungen identifiziert. Zu den schwerwiegenden unerwünschte Ereignissen 3. Grades oder höher gehörten eine niedrige Thrombozytenzahl, eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie und Leukopenie), eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen mit Fieber (fieberhafte Neutropenie) und eine niedrige Anzahl roter Blutkörperchen.

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