Empfehlung bleibt bei Ü18

Phytohersteller scheitern mit Tormentill-Vorstoß Alexandra Negt, 12.12.2019 08:06 Uhr

Berlin - Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelkommission (EMA) hat die Monographie der Arzneipflanze Tormentillwurzelstock überprüft und überarbeitet. Die Einnahme und Anwendung wird weiterhin erst ab einem Alter von 18 Jahren empfohlen.

Die wissenschaftliche Gesellschaft „Kooperation Phytopharmaka“ sprach sich für die Änderung der Monographie aus – eine Anwendung sei auch im Kindesalter sicher und eine gute Alternative zu chemischen Wirkstoffen. Die Gesellschaft setzt sich für die Belange und den Erhalt von pflanzlichen Arzneimitteln ein.

Kooperation Phytopharmaka verwies auf eine randomisierte Doppelblindstudie aus dem Jahr 2003 in der 40 Kinder zwischen 3 Monaten und 7 Jahren, die an Rotavirus litten, mit Tormentill-Extrakt behandelt wurden. Die Studie zeigte eine sichere Anwendung bei Kindern zwischen drei Monaten und sieben Jahren. Es wurden keine klinischen Nebenwirkungen festgestellt. Es konnte eine Reduktion der Stuhlfrequenz beobachtet werden. Aufgrund der unzureichenden Dokumentation des medizinischen Nutzens sieht die EMA von einer Anwendung bei Kindern ab.

Laut EMA ist die Studie unzureichend – Tormentill-haltige Arzneimittel sollen weiterhin nur bei Erwachsenen angewendet werden. Die Einnahme wird ab einem Alter von 18 Jahren zur Behandlung von leichtem Durchfall oder Entzündungen der Mundschleimhaut empfohlen. Bei Verschlechterung der Symptome sollen Erkrankte einen Arzt aufsuchen. Hält der Durchfall unter Medikamenteneinnahme länger als drei Tage an, ist über eine zusätzliche Medikation nachzudenken.

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