Candidas auris

MRSA: Bedrohung durch multiresistente Pilze , Uhr

Berlin - Die globale Gefahr durch multiresistente Keime (MRSA) ist im öffentlichen Bewusstsein zunehmend präsent. Seit einigen Jahren wird von allen Seiten versucht, der Ausbreitung der gefährlichen Mikroben Schranken zu setzen, sei es durch die Entwicklung neuer Arzneimittel, die Verringerung der Antibiotikagabe in der Tierzucht oder alternative Ansätze wie Bakteriophagen oder Blaues Plasma. Weitgehend unter dem Radar bewegt sich jedoch eine potenziell ebenso große Gefahr: multiresistente Pilze. So breitet sich seit einigen Jahren ein mysteriöser Pilz weltweit aus, dem kaum beizukommen ist: Candida auris. Dutzende Menschen hat er schon das Leben gekostet.

Bisher umgeben Candida auris mehr Fragen als Antworten: Niemand weiß, wo er herkommt, niemand kann sagen, wie weit er sich noch ausbreiten wird. Das erste mal beschrieben wurde der Pilz 2009 in Japan, wo Ärzte ihn im Gehörgang einer 70-jährigen Patientin fanden – „auris“ ist Lateinisch für Ohr. Der Hefepilz befällt jedoch weitaus mehr als nur das Hörorgan, unter anderem können auch Blutkreislauf, Harn- und Atemwege oder Wunden betroffen sein. Die gute Nachricht vorweg: Für die meisten gesunden Menschen ist der Pilz nicht lebensbedrohlich. Die Symptome sind hauptsächlich Fieber, Schmerzen und Fatigue.

Die schlechte Nachricht: Vor allem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen kann sich der Pilz rasend verbreiten – und ist kaum auszumerzen. Zahlen der US-Behörde für Seuchenschutz und Prävention (CDC) zufolge ist er in über 90 Prozent der bekannten Infektionen gegen mindestens ein gängiges Antimykotikum resistent, in 30 Prozent gegen mehrere. Noch beunruhigender: Laut CDC stirbt fast die Hälfte der Infizierten innerhalb von 90 Tagen. Dazu muss allerdings auch erwähnt werden, dass der „Killerpilz“, wie er in mehreren Medien bezeichnet wird, hauptsächlich Schwerkranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem befällt. Zur Zahl der weltweiten Todesopfer gibt es keine belastbaren Daten, aber sie dürften bereits in die Hunderte gehen, wenn man bedenkt, dass laut CDC allein in den USA bereits 617 Infektionen registriert wurden.

Denn nicht nur in den USA breitet sich der Pilz aus: Auch aus Großbritannien, Spanien, Indien, Pakistan, Südafrika, Japan, Venezuela und einer Reihe anderer Länder werden steigende Infektionszahlen vermeldet. In Deutschland gab es bisher nur Einzelfälle, in anderen Ländern dagegen bereits größere Ausbrüche mit dutzenden Infizierten. So waren Krankenhäuser in New York, London und Valencia betroffen, Altersheime in Chicago oder eine Neugeborenenstation in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Die US-Behörde CDC hat Candidas auris bereits auf die Liste der „akuten Bedrohungen“ gesetzt.

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