Janssen: Zulassung für Ponvory

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Zu den häufigsten Nebenwirkungen in der Ponesimod-Gruppe im Vergleich zur Teriflunomid-Gruppe gehörten:

  • Kopfschmerzen (11,5 Prozent gegenüber 12,7 Prozent)
  • Nasopharyngitis (19,3 Prozent gegenüber 16,8 Prozent)
  • Ein Anstieg der Alaninaminotransferase (19,5 Prozent gegenüber 9,4 Prozent)
  • Infektion der oberen Atemwege (10,6 Prozent gegenüber 10,4 Prozent)
  • Alopezie (3,2 Prozent gegenüber 12,7 Prozent)

Zum Sicherheitsprofil von Ponvory gibt Janssen bekannt: „Es liegen zwar keine direkten Vergleichsstudien mit anderen S1P-Rezeptor-Modulatoren vor, das Sicherheitsprofil von Ponesimod ist jedoch konsistent mit dem bekannten Sicherheitsprofil anderer S1P-Rezeptor-Modulatoren.“

Der Immunmodulator gleicht im Wirkmechanismus dem bereits zugelassenen Arzneistoff Fingolimod (Gilenya, Novartis). Die Wirkung wird durch eine Blockade des Sphingosin-1-phosphat-Rezeptors (S1P-Rezeptor) erzielt. Das Produkt von Novartis erhielt im vergangenen Jahr neue Warnhinweise. Grund hierfür war das Risiko arzneimittelinduzierter Leberschäden (drug-induced liver injury, DILI).

Allein in Deutschland leben eine Viertelmillion Menschen mit der aktuell noch unheilbaren Krankheit. Rund zwei Drittel der Patienten, die MS haben, spüren erste Symptome zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Es kommt jedoch auch vor, dass Diagnosen in früheren Lebensjahren gestellt werden. So kann MS bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten. Hier sind die Therapiemöglichkeiten aufgrund der eingeschränkten Indikationen begrenzt. Oftmals wird im Off-label-bereich therapiert. Dabei ist der frühzeitige Einsatz von spezifischen MS-Therapien bereits im Kindesalter wichtig. Der Verlauf kann durch eine konsequente Medikation verbessert werden.

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