Keine Indikation, keine Dosierung

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Berlin - Die Beratung zu Homöopathika in der Apotheke wird womöglich komplizierter. Das Verwaltungsgericht Köln (VG) untersagte die Angabe von allgemeinen Dosierhinweisen in der Packungsbeilage für Produkte, die lediglich registriert sind. Wo keine Angaben zur Indikation möglich sind, darf es aus Sicht der Richter auch keine Hinweise zur Häufigkeit der Anwendung geben.

Homöopathika können vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen werden; dabei werden die Erfahrungen der homöopathischen beziehungsweise anthroposophischen Therapierichtung berücksichtigt. Die beanspruchte Indikation wird anhand von Literaturangaben zu den therapeutischen Ergebnissen abgeleitet.

Weil sich die Wirksamkeit – trotz des vereinfachten Verfahrens – mitunter nicht belegen lässt, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, homöopathische Produkte registrieren zu lassen. Voraussetzung ist ein Verdünnungsgrad von mindestens 1:10.000 (D4/C2) und ein Sicherheitsabstand von 1:100 zu einer möglicherweise verschreibungspflichtigen Konzentration. Bei der Registrierung muss der Hersteller lediglich Qualität und Unbedenklichkeit nachweisen. Eine Indikation haben solche Produkte nicht.

Aktuell sind laut BfArM rund 1250 zugelassene und 3700 registrierte Homöopathika auf dem Markt. Die Deutsche Homöopathische Union (DHU) wollte 2011 zwei Schüßler-Salben als Großpackungen registrieren lassen: Calcium fluoratum Salbe N D4 (Biochemisches Funktionsmittel Nr. 1) und Silicea Salbe N D 4 (Biochemisches Funktionsmittel Nr. 11).

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